Was bedeutet für dich persönlich der Titel „Fachmedium des Jahres“ – und wofür steht die Personalwirtschaft in deinen Augen? Was sind aus deiner Sicht die Zutaten für ausgezeichneten HR-Journalismus?
Für mich als Redaktionsleiterin ist es natürlich eine sehr wichtige Auszeichnung und Anerkennung meiner persönlichen Arbeit, aber auch die des Teams. Wir haben uns in den letzten Jahren sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie moderner Fachjournalismus aussehen kann, und das Magazin ist ein wichtiger Teil davon. Dafür jetzt ausgezeichnet zu werden, bedeutet mir viel.

Zutaten für ausgezeichneten HR-Journalismus sind aus meiner Sicht:
- Herausragende Vernetzung in der HR-Szene, sodass man die relevanten Themen mitbekommt
- Tiefes Verständnis von HR-Arbeit, damit man wirklich Orientierung und Praxistipps liefern und Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden kann
- Eine gute Mischung aus Tiefe und Praxisnähe in den Texten
- Die Bereitstellung von Informationen in den jeweils passenden Kanälen: im Magazin, Online, in unseren Newslettern, auf Social Media und unseren Veranstaltungen
Welche Begegnung, welches HR-Projekt oder welches Interview hat dich nachhaltig beeindruckt?
Ein einzelnes Ereignis zu nennen ist schwierig. Natürlich würde ich das Bühnengespräch mit Claus Weselsky auf dem Deutschen Human Resources Summit 2024 hervorheben, das Gespräch mit Inken Gallner vom Bundesarbeitsgericht für die Website oder die großen Interviews mit CHROs für das Ressort Strategy & Operations, in denen wir oft richtig tief über aktuelle HR-Themen diskutieren.
Tatsächlich bin ich aber immer beeindruckt, dass sich Top-Führungskräfte aus der HR-Szene Zeit für mich nehmen, dann mit mir auf Augenhöhe und mit viel Wertschätzung diskutieren und tatsächlich im Anschluss an das Gespräch glaubhaft versichern, es hätte ihnen sogar Spaß gemacht. Ich lerne in jedem einzelnen dieser Gespräche etwas dazu, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich – und werde dafür auch noch bezahlt.
Was machst du, wenn das Heft im Druck ist?
Meistens tatsächlich nicht mehr viel, zumindest nicht viel Substanzielles. Der Tag der Druckfreigabe erfordert von mir immer noch einmal volle Konzentration und Präsenz. Danach brauche ich erstmal eine Pause und eine Tasse Tee.
Rebecca Scheibel ist Redaktionsleiterin Online und verantwortlich für die digitalen Kanäle der Personalwirtschaft.

