KI in Unternehmen: Chaotisch und viel zu strategielos

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Vielleicht geht es Ihnen auch so – in vielen Gesprächen, ob bei der Arbeit oder im Freundeskreis, poppt früher oder später das Thema Künstliche Intelligenz auf. Staunen über die Fähigkeiten, Skepsis im Hinblick auf ethische Fragen und gemischte Gefühle über die Auswirkungen auf die künftige Arbeitswelt prägen dabei die emotionale Gemengelage.

Verblüffend sind die zahlreichen Geschichten und Anekdoten über die Kurzsichtigkeit und Naivität, mit der offenbar viele Arbeitgeber in Sachen KI unterwegs sind: Mitarbeitende nutzen heimlich ihre privaten Accounts, weil gar keine Firmenlizenzen vorhanden sind. Oder es wird – in der einen oder anderen Behörde – suggeriert, dass „dieser Hype schon wieder verschwinden wird“. Andersherum berichtet manch einer auch von geradezu irrationalen Heilserwartungen an die Einsparpotenziale durch Künstliche Intelligenz.

Damit wir in Deutschland noch auf den globalen KI-Express aufspringen können, brauchen Unternehmen wie auch Verwaltung vor allem eine klare KI-Strategie. Aufgabe für HR ist es, die Mitarbeitenden für deren Umsetzung fit zu machen: mit sauber geregeltem Zugang zu Tools, klaren Leitplanken für Handhabung und Datenschutz, praxisnahen Lernformaten und schließlich genügend Freiraum fürs Experimentieren und für Fehler. Gelingt das, werden wir vielleicht in Zukunft ganz andere Storys erzählen: über spannende neue Erkenntnisse und eine Fülle neuer Möglichkeiten, die KI bietet.

Christina Petrick-Löhr betreut das Magazinressort Talent & Learning sowie die Berichterstattung zur Aus- und Weiterbildung. Zudem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft sowie den Deutschen Personalwirtschaftspreis.