Die Frist, zu der Deutschland die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Gesetz gegossen haben sollte, ist am 7. Juni verstrichen. Doch Unternehmen sollten wissen: Die Inhalte der EU-Richtlinie greifen auch, wenn diese noch nicht in nationales Recht überführt sind. Zudem ist zu erwarten, dass Gerichte EU-freundlich urteilen werden, wenn es um Klagen zur Entgelttransparenz geht. Trotz der langen Ankündigung sind nicht alle Unternehmen gut auf die Entgelttransparenz vorbereitet. Im Interview erklärt Annika in der Beek, CHRO von Statista, wie ihr Unternehmen sich vorbereitet hat und welche Quick-Wins es nun noch für unvorbereitete Unternehmen gibt.
Personalwirtschaft: Frau in der Beek, wie weit ist Ihr Unternehmen auf dem Weg zu Entgelttransparenz?
Annika in der Beek: Statista hat in der zweiten Jahreshälfte 2024 mit dem Thema begonnen. Mittlerweile sind die harten Themen rund um Datenqualität, Reportingpflichten und rechtliche Aspekte abgeschlossen. Vor uns steht nun der Roll-out. Dabei muss sichergestellt sein, dass Führungskräfte die Gehaltsbänder verstehen und das Benchmarking nachvollziehen können. Schulung der Führungskräfte und Kommunikation in die Organisation spielen für uns eine zentrale Rolle. Da sind wir dran.
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