Hand aufs Herz: Wer hätte sich noch vor wenigen Jahren vorstellen können, bei einem Panzerbauer oder sonstigem Produzenten von Waffentechnik anzuheuern? Doch je unsicherer die Weltlage, je aggressiver sich Anrainer vor den Haustüren Europas gebärden, umso rascher wendet sich das Blatt. Robindro Ullah, Co-Geschäftsführer des Trendence Instituts, erinnert sich noch lebhaft: „Auf Karrieremessen wurden die Unternehmen ausgebuht oder bestreikt.“ Heute hingegen sei Sicherheit wichtig für Bewerbende. „Sie eröffnet ihnen neue Perspektiven.“
Zahlen illustrieren diesen Umschwung im Arbeitsmarkt. Allein der Defense-Markt-Krösus Rheinmetall erhält nach eigenen Angaben 23.000 Bewerbungen – monatlich. Auch beim Airbus-Ableger Hensoldt kommt im Recruiting keine Langeweile auf. Wie Sprecher Joachim Schranzhofer erläutert, hatten im Sommer bereits zwei Drittel der fürs Gesamtjahr geplanten neuen Beschäftigten ihren Dienst angetreten. Nicht anders bei MBDA, einem Spezialisten für Luftverteidigung, Lenkflugkörper und Lasertechnologie. Pro Jahr, so Sprecher Günter Abel, flattern Bewerbungen in „niedriger fünfstelliger Höhe“ ins Haus. Nach 1.700 im laufenden Jahr will man in 2027 rund 2.200 Mitarbeitende einstellen.
Zugang wählen und weiterlesen:
- Alle Plus-Artikel nutzen
- Das Magazin als E-Paper lesen & Zugriff auf das E-Paper-Archiv
- Im Gratismonat jederzeit kündbar, danach 175 € /Jahr
- Alle Plus-Artikel nutzen
- Das Magazin als E-Paper lesen & Zugriff auf das E-Paper-Archiv
- Jederzeit monatlich kündbar
