Was bedeutet für dich persönlich der Titel „Fachmedium des Jahres“ – und wofür steht die Personalwirtschaft in deinen Augen? Was sind aus deiner Sicht die Zutaten für ausgezeichneten HR-Journalismus?
Für mich bedeutet der Titel vor allem eine Bestätigung unserer bisherigen Arbeit: Seit vielen Jahren recherchieren und schreiben wir in der „Personalwirtschaft“ über die Themen, die Personalerinnen und Personaler umtreiben. Wir schaffen hochwertigen Fachjournalismus für Praktikerinnen und Praktiker, die wissen wollen (und müssen), wie gute HR-Arbeit aussieht. Dass wir dafür jetzt als „Fachmedium des Jahres“ ausgezeichnet wurden, ist noch einmal eine schöne Bestätigung. Der Relaunch des Heftes hat die „Personalwirtschaft“ noch einmal auf das nächste Level gehoben und es freut mich, dass dies nicht nur von unseren Leserinnen und Lesern, sondern auch von Fachleuten aus der Branche honoriert wird.

Welche Begegnung, welches HR-Projekt oder welches Interview hat dich nachhaltig beeindruckt?
Auch wenn es schon einige Jahre her ist: Der Besuch beim ehemaligen McDonald´s-Personalvorstand Wolfgang Goebel. Spannend vor allem wegen seiner Vita: Goebel hat sich buchstäblich vom Filialmitarbeiter zum HR-Schwergewicht hochgearbeitet, kannte das Unternehmen aus dem Effeff und wusste deshalb, wo den Mitarbeitenden der Schuh drückte – vom Burger-Brater bis zum Spitzenmanager. Zackig im Ton, aber immer verbindlich und zugänglich. Und als Zweites: Der Besuch bei Joachim Sauer zu seiner Zeit als Personalvorstand bei Airbus. Leider ist Sauer, der auch Gründungspräsident und „Motor“. des Bundesverbandes der Personalmanager war, viel zu früh verstorben. Nicht umsonst führt die „Personalwirtschaft“ ihn in der Liste der HR-Vordenker aus 50 Jahren auf.
Was machst du, wenn der Redaktionsschluss durch ist?
Durchatmen. Mit den Kolleginnen und Kollegen quatschen und mit Pizza das (gelungene) aktuelle Heft feiern. Und schon mit einem halben Auge auf die nächste Ausgabe schauen. Denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
