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„Banken müssen an ihren noch traditionellen Rollenbildern arbeiten“

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Personalwirtschaft: Herr Kohler, der Ruf der Bankenszene hat sich in den vergangenen Jahren durch Finanzkrise, Cum-Ex und Wirecard verschlechtert. Können Banken noch das bieten, was Nachwuchstalente aktuell suchen?
Frank Kohler: Wer sich für Finanzen interessiert, findet bei Banken viele Karrieremöglichkeiten. Allerdings müssen die Banken an ihren teilweise noch traditionellen Rollenbildern arbeiten. Die Finanzbranche wird von Nachwuchskräften oft als sehr konservativ, hierarchisch und verstaubt wahrgenommen – ähnlich einer Behörde.

Womit konnten Sie bei der Sparda-Bank Berlin in letzter Zeit Fachkräfte davon überzeugen, für die Bank zu arbeiten?
Wir machen Banking für, mit und von Menschen. Und das meinen wir ernst, das ist erlebbar. Wir sind stolz darauf, anders zu sein als andere Banken: lockerer, frecher, regionaler, authentischer und näher bei unseren Kundinnen und Kunden. Der Mensch – ob Mitglied, Kundin oder Kunde, Gast oder Mitarbeitender – steht bei uns im Mittelpunkt. Das, was und wer wir sind, bekannter zu machen, bleibt für uns als mittelständisches Unternehmen eine ständige Herausforderung.

Was ist Ihrer Meinung nach aktuell die größte Herausforderung bei Talent Attraction in der Bankenwelt?
Die größte Herausforderung beginnt mit dem Start bei uns – wenn neue Talente, Rollendefinitionen und Erwartungen auf eine tradierte Mentalität treffen, die sich noch am Beginn einer Transformation befindet. Das kann zu einer Form der Ernüchterung bei neuen Mitarbeitenden führen, die eine unerwünschte Neuorientierung der Talente zur Folge hat.

Info

Lena Onderka ist redaktionell verantwortlich für den Bereich Employee Experience & Retention – wozu zum Beispiel auch die Themen BGM und Mitarbeiterbefragung gehören. Auch Themen aus den Bereichen Recruiting, Employer Branding und Diversity betreut sie. Zudem ist sie redaktionelle Ansprechpartnerin für den Deutschen Human Resources Summit.