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Das Gegenteil von Schockstarre: DPP-Sonderpreis geht an Ukraine-Hilfsprojekte

Die vergangenen zweieinhalb Jahre lassen viele Menschen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft verunsichert und erschöpft zurück. Mit dem diesjährigen Deutschen Personalwirtschafts-Sonderpreis „Gamechanger des Jahres“ möchten wir Vorbilder würdigen, die in schwierigen Zeiten Besonderes leisten – die vorangehen, sich einsetzen, Neues denken und auf die Beine stellen. Solche Vorbilder sind Tatjana Kiel und Marcus Diekmann, denen wir die Trophäe erstmals überreicht haben. Mit ihren außergewöhnlichen Projekten für Menschen aus und in der Ukraine haben Kiel – mit der Initiative #WeAreAllUkrainians – und Diekmann – mit der Jobplattform jobaidukraine.com – Hilfe geleistet und Hoffnung gestiftet, zügig, empathisch, und über die eigene Belastungsgrenze hinaus.  

An körperliche und emotionale Grenzen gegangen  

Bei den Feierlichkeiten rund um den DPP in den Balloni-Hallen in Köln nahmen sie nun den Preis nach einer Laudatio von Personalwirtschaft-Chefredakteur Cliff Lehnen, entgegen. Tatjana Kiel blickte noch einmal zurück und erzählte, dass sie nach Kriegsausbruch „so schnell wie möglich aus dem Schock in die Handlung gegangen ist und die eigenen körperlichen und emotionalen Grenzen übertreten” hat. Marcus Diekmann berichtete vor allem von seinem persönlichen Bezug zum Krieg durch seine ukrainische Aupair-Kraft, die in Deutschland zunächst keine berufliche Perspektive gesehen hat. „Wo sollen wir arbeiten?”, fragte sie Diekmann, der daraufhin eine Jobplattform für ukrainische Geflüchtete ins Leben gerufen hat. Beide teilten ihre bewegenden Worte für ihre ebenso bewegenden Hilfsprojekte. 

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft und schreibt off- und online. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Arbeitsrecht, HR-Start-ups und Recruiting.