Personalwirtschaft: Herr Gärtner, gibt es so etwas wie einen Urknall für HR-Start-ups?
Christian Gärtner: Wie beim richtigen Urknall ist das gar nicht so leicht zu bestimmen. Denn es gibt schon lange HR-Management-Software, so wie beispielsweise Rexx seit 2000. Die kamen mit der grundsätzlichen Digitalisierung der HR-Prozesse. Das waren ja auch HR-Start-ups, auch wenn man sie damals vielleicht nicht so genannt hat. Bei Start-ups allgemein hat sicher Rocket Internet als Start-up-Schmiede ab 2007 einiges ins Rollen gebracht. Die Ökosysteme für Gründer und Gründerinnen sprießten aus dem Boden. Im HR-Feld prägten dann unter anderem Bertelsmann Investments und die DB mindbox die Szene. 2016 wurde erstmals der „HR Start-up Award“ verliehen, da waren HRForecast, Staffbase, talentsconnect und Tandemploy im Finale.
Was sind frühe Beispiele für Innovationen, die über die reine Digitalisierung von HR hinausgehen?
Dazu zählen auf jeden Fall die Recruiting-Plattformen, die Talente und Unternehmen zusammenbringen. Zum einen standen bis dahin nur die Arbeitgeber und Stellen im Fokus, auf den Plattformen erfahren die Arbeitgeber aber auch schon vor einem Bewerbungsprozess etwas über die Talente. Zum anderen gab es die Art von Matching vorher einfach nicht, weil weder die Daten noch die Algorithmen im HR verfügbar waren.
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