Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Personalvorstand Stephan Leithner geht

An der Spitze der Deutschen Bank wird aufgeräumt. Auch Personalvorstand Stephan Leithner muss seinen Stuhl räumen.
Foto: Deutsche Bank AG
An der Spitze der Deutschen Bank wird aufgeräumt. Auch Personalvorstand Stephan Leithner muss seinen Stuhl räumen.
Foto: Deutsche Bank AG

Medienberichten zufolge wechselt er zum schwedischen Finanzinvestor EQT und wird dort einer der deutschen Partner im Münchener Büro.

Leithner kam im Jahr 2000 zur > Deutschen Bank und war dort in verschiedenen Führungspositionen tätig. Seit Juni 2012 ist er Vorstandsmitglied und für Personal, Compliance, Anti-Financial Crime, Government & Regulatory Affairs und Corporate Governance verantwortlich sowie für den Bereich Regional Management als Chief Executive Officer (CEO) Europa (ohne Deutschland und Großbritannien). Außerdem ist der 49-Jährige seit 2013 Vorstandsvorsitzender des AGV Banken.

Karl von Rohr ist designierter Nachfolger von Leithner

Die Aufgabenbereiche Leithners bei der Deutschen Bank werden im Zuge der Umstrukturierung des Vorstands neu verteilt: Die Vorstandsressorts Personal und Corporate Governance soll > Karl von Rohr als Chief Administrative Officer übernehmen. Bisher verantwortete er als Chief Operating Officer das globale Management der Regionen

Stephan Leithner, gebürtiger Österreicher, studierte Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen an der Universität St. Gallen in der Schweiz und promovierte dort. Vor seinem Wechsel zur Deutschen Bank war er Partner bei McKinsey & Co. Der Nicht-Jurist war bei der Deutschen Bank im Vorstand zunächst auch für das Rechtsressort und damit auch für die Aufarbeitung der Skandale des Kreditinstituts zuständig, bis ihm das Ressort Anfang 2015 entzogen wurde.

Derzeit leitet der neue Co-Vorstandschef John Cryan den Bereich kommissarisch und gibt ihn ab November an Karl von Rohr ab. Leithner wurde im Sommer dieses Jahres von der Bafin für die Handhabung im Zusammenhang des Libor-Skandals um manipulierte Zinssätze kritisiert. Er ist das erste Vorstandsmitglied, das seit dem Amtsantritt von Cryan im Juli das Bankhaus verlassen muss.