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Berufliche Mobilität nimmt weiter ab

Geschäftsleute während Videokonferenz
Konferenzen und Meetings werden laut einer Befragung auch nach Corona häufiger virtuell stattfinden.
Foto: © Blue Planet Studio-stock.adobe.com

Die berufliche Mobilität wird voraussichtlich auch nach Corona nicht wieder die sein, die Unternehmen früher gewohnt waren. 61 Prozent der Unternehmen in Deutschland sagen, dass sie Dienstreisen auch in Zukunft seltener einsetzen wollen. Auch auf Meetings vor Ort wollen 59 Prozent der Firmen dauerhaft verzichten. Gut ein Viertel (28 Prozent) gibt jedoch an, persönliche Abstimmungen in gleichem Umfang wie zuvor zu nutzen. Das geht aus der Randstad-Ifo-Personalleiterbefragung vom zweiten Quartal dieses Jahres hervor, an der rund 1000 Personalverantwortliche aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen teilgenommen haben.

Virtuelle Konferenzen im Kommen

Fast zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) planen für die Zukunft, bei internen Abstimmungsprozessen vermehrt auf virtuelle Konferenzen zu setzen. Während der letzten Monate hat fast ein Viertel der Unternehmen (23 Prozent) erstmals digitale Tools zur Kommunikation und Zusammenarbeit eingeführt.

Dass Unternehmen auch in Zukunft verstärkt auf Telefon- und Videokonferenzen zurückgreifen wollen, lässt vermuten, dass die Umstellung der Arbeitsabläufe bislang gut funktioniert hat,

denkt Andreas Bolder, Director HR bei der Randstad Gruppe Deutschland. Dazu, dass bei jedem vierten Unternehmen auch weiterhin Termine vor Ort stattfinden, sagt er, dass das kategorische Ausschließen von Präsentterminen für viele Geschäftsbereiche nicht praktikabel sei. Es gelte, ein gesundes Gleichgewicht zu finden, das den individuellen Anforderungen der Unternehmen entspricht. Der persönliche Austausch bleibe ein wichtiger Faktor in der beruflichen Zusammenarbeit. Auch fordere die digitale Abstimmung mit Kollegen ein stärkeres Bewusstsein und Engagement, um der Komplexität von menschlicher Kommunikation in einer Mail, einer Instant Message, oder in einer Video-Konferenz gerecht zu werden, so Bolder.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.