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„Das war für mich absolutes Neuland“

Sie haben sich nach Ihrer Zeit bei Mc Donald’s an der Uni Münster als ordentlicher Student eingeschrieben und auch Ihren Abschluss gemacht. Was hat Sie am Studiengang “Nonprofit-Management and Governance” gereizt?
Das Lernen und Leben als Student, das ich leider vorher nie genossen hatte. Ich habe viel über junge Menschen gelernt. Außerdem war es auch eine tolle Erdung: Meine Mitstudierenden haben mir schnell klargemacht: Du bist hier nur Kommilitone und eben nicht der Manager, der du früher warst. Zudem habe ich eine Menge über Prozesse und wissenschaftliches Arbeiten gelernt.

Ist es für Sie ausgeschlossen, in Zukunft nochmals in einer ähnlich verantwortlichen HR-Position wie bei Mc Donald’s zu arbeiten?
Das kann ich mir nicht vorstellen, weil ich ja jetzt den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht habe und als Franchisenehmer von L‘Osteria in Mittelhessen tätig werde. Das Training war richtig hart: Ich habe am Pizzaofen gestanden, Schichten wie jeder andere Angestellte gemacht. Das hätte ich nicht machen müssen, aber ich fand es wichtig. So schließt sich für mich der Kreis.

Was war in Ihrer beruflichen Laufbahn als Personaler Ihre größte Herausforderung?
Die Tätigkeit als Personalvorstand zu übernehmen, ohne von Vornherein die nötige Fachkompetenz zu haben. Das war für mich schon absolutes Neuland.

Beschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit drei Adjektiven.
Überraschend, zielstrebig und erfüllend.

Gibt es Sackgassen, in die Sie geraten sind?
Siehe die Frage nach besonderen Herausforderungen. Als ich zum Personalvorstand berufen wurde, musste ich mir erst vieles erarbeiten. Gleichzeitig war ich ja auch noch Präsident des Bundesverbandes der Systemgastronomie. Aber es gab einen Ausweg aus dieser Sackgasse: Ich habe mich ein halbes Jahr zurückgezogen und unter anderem bei der DGFP eine Seminarreihe für Führungskräfte im Personalbereich belegt. Sehr geholfen hat mir auch mein Coach und Mentor Dr. Walter Jochmann.

Hand aufs Herz: Fehlt Ihnen Ihre alte Aufgabe manchmal?
Nein. Am Anfang haben mir die Kollegen gefehlt, die mir besonders am Herzen gelegen haben. Aber ich habe gemerkt, dass mein Herz groß genug ist für neue Verbindungen.

Dieser Lebenslauf ist in Ausgabe 01/18 erschienen.