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Deutsche bevorzugen Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

Durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen, vor allem die Digitalisierung, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr. Die Deutschen bewerten diese Entwicklung, als Work-Life-Blending bezeichnet, allerdings noch verhalten: Bislang finden es erst 30 Prozent der Berufstätigen in Ordnung, wenn Privat- und Berufsleben miteinander verschmelzen. Für sie gehören beide Seiten zum Leben und sollten zur persönlichen Erfüllung beitragen.

Die Mehrheit der Deutschen, 64 Prozent, sagt jedoch, dass man eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit brauche. Nur so sei es zu schaffen, keinen der beiden Bereiche zu vernachlässigen. 73 Prozent befürchten, dass viele Arbeitnehmer durch die zunehmende Verschmelzung von Privat- und Berufsleben schlechter vom Job abschalten können. Dadurch können auch gesundheitliche Probleme entstehen. Und 69 Prozent gehen davon aus, dass bei fehlender Trennung von Arbeit und Privatleben die Arbeit tendenziell einen größeren Bereich im Leben einnimmt, wodurch das Privatleben zu kurz komme.

Vier von zehn Mitarbeitern leisten Mehrarbeit durch Work-Life-Blending

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Arbeitnehmer hierzulande denken zudem, dass sich bei fehlender Trennung tendenziell die Arbeit gegenüber der Freizeit durchsetze. Bei über 40 Prozent der Arbeitnehmer ist dies bereits der Fall: Bei ihnen führt Work-Life-Blending zu Mehrarbeit in Form von Überstunden. 34 Prozent dieser Gruppe leisten sechs bis zehn Überstunden pro Woche und bei rund zehn Prozent sind es sogar mehr als 15 Überstunden. Das geht aus der aktuellen Umfrage “Talents & Trends” hervor, die von Rundstedt gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt hat. Dafür wurden im Februar 623 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen online befragt.

Bei flexibler Zeiteinteilung schwindet die Ablehnung

Trotz der eher skeptischen Bewertung befürworten vier von zehn der Befragten die Verschmelzung von Beruf und Privatleben, sofern das auch heißt, dass sie ihre Arbeitszeit flexibler einteilen können. 28 Prozent vertreten überdies die Meinung, dass Menschen, die eine strikte Trennung der beiden Bereiche fordern, den falschen Beruf gewählt haben. Wem die Arbeit Spaß mache und wer von ihr überzeugt sei, sehe sie genauso als zentralen Teil des Lebens und finde dort ebenso viel Erfüllung wie in der Freizeit.

35 Prozent der Befragten sehen einen weiteren Vorteil von Work-Life-Blending: Sie sind der Meinung, die zunehmende Vermischung von Privat- und Berufsleben führe dazu, dass Arbeitgeber die persönlichen Belange ihrer Angestellten anerkennen und es zulassen, dass diese Belange in den Arbeitsalltag integriert werden.

Weitere Informationen unter:
www.rundstedt.de