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Immer mehr Deutsche arbeiten im Büro

Die Anzahl der Büroarbeitsplätze nimmt immer mehr zu. In München und Düsseldorf arbeitet fast schon jeder Zweite am Schreibtisch.
Foto: © Rawpixel.com/Fotolia.de
Die Anzahl der Büroarbeitsplätze nimmt immer mehr zu. In München und Düsseldorf arbeitet fast schon jeder Zweite am Schreibtisch.
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Hierzulande lässt sich ein regelrechter Büro-Boom verzeichnen. An der Spitze der Entwicklung stehen Düsseldorf und München. In beiden Städten arbeiten 45 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Büro; 2008 lag der Wert noch bei rund 41 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor.

Haupttreiber des Büro-Booms sind die Branchen Consulting und IT

In der öffentlichen Verwaltung arbeiten immer noch die meisten der Büroangestellten. Doch inzwischen sind dort, wie auch in einigen anderen Bereichen, Schreibtischarbeitsplätze weggefallen. Derzeit liegt der Anteil an Büroangestellten in der öffentlichen Verwaltung zwischen 3,2 Prozent in Frankfurt und 6,8 Prozent in Düsseldorf.

Andere Branchen boomen dagegen und erhöhen die Zahl der Büroangestellten in den Metropolen. Haupttreiber sind die Unternehmensberatungen. Sie sind besonders stark in Düsseldorf vertreten, dort arbeiten heute acht Prozent aller Bürobeschäftigten in diesem Bereich – 2007 waren es noch weniger als fünf Prozent. In München hat sich der Wert auf fünf Prozent gut verdoppelt, in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten rund 23.000 Menschen in dieser Branche. Auch in Köln ist die Zahl der Unternehmensberater sprunghaft auf rund fünf Prozent aller Bürobeschäftigten gestiegen. Ähnlich dynamisch entwickelt sich die IT-Branche: In Berlin ist die Zahl der IT-Mitarbeiter seit 2007 um 94 Prozent gewachsen, ihr Anteil an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten beträgt aktuell drei Prozent. In Frankfurt gab es einen Zuwachs von 72 Prozent; heute sind dort vier Prozent an IT-Büroarbeitsplätzen tätig.

Immobilienmarkt im Süden wird eng

Immer mehr Hochqualifizierte ziehen in die Metropolen. Hierdurch werden vor allem im Süden nicht mehr nur die Wohn-, sondern auch die Gewerbeimmobilien knapp,

sagt IW-Ökonom Michael Voigtländer. Der Immobilienmarkt in den Städten steht damit doppelt unter Druck. So sind in München nur noch rund 6,3 Prozent der Büroimmobilien frei, in Nürnberg 5,6 Prozent und in kleineren Städten wie Erlangen, Fürth und Würzburg sind es weniger als 4 Prozent. In Frankfurt sind hingegen noch zwölf Prozent aller Büroflächen ungenutzt.

Der IW-report 28/2016 “Entwicklung der Bürobeschäftigung in deutschen Städten” kann > hier zum Download angefordert werden.

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