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Führungsaufgabe: Burnout im Homeoffice vorbeugen

Mann sitzt erschöpft im Homeoffice vor seinem Laptop
Wegen der fehlenden Grenzen zwischen Job und Privatleben sind Mitarbeiter im Homeoffice oft besonders erschöpft.
Foto: © Ralf Geithe-stock.adobe.com

Die Corona-Zeit verlangt Mitarbeitern Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit ab. Eine Befragung von Randstad Civey zu Beginn der Pandemie zeigte, dass vier von zehn Beschäftigten (41 Prozent) in Deutschland im März 2020 von ihren Arbeitgebern Gesundheitsschutz einforderten. Laut einer aktuellen Studie sind viele Unternehmen auf dieses Bedürfnis eingegangen. Für die Studie “Talent Trends Report” hat Randstad Sourceright im ersten Quartal dieses Jahres 800 Personalleiter und Führungskräfte aus 17 Ländern befragt. Von den Studienteilnehmern gaben 62 Prozent an, dass die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter sehr wichtig sei, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Arbeit von zuhause aus – produktiver, aber auch belastender

Gleichzeitig stellen mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen (69 Prozent) fest, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice seit Beginn der Krise noch produktiver arbeiten als vorher. Wenn Arbeitgeber eine zu große Belastung und Burnout verhindern wollen, müssen sie diese Erkenntnis in ihre betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen einbeziehen.

Es ist diese anhaltende Belastung, die für Arbeitnehmer sowohl im Homeoffice als auch im Schichtbetrieb besondere Risiken birgt. Burnout droht vor allem dort, wo Auszeiten fehlen,

sagt Klaus Depner, Manager Health & Human Safety bei Randstad Deutschland. Insbesondere bei Remote Work verschwämmen die Grenzen zwischen Job und Privatleben besonders schnell. Auch hätten Mitarbeiter bei der Arbeit von zuhause aus das Gefühl, ihr Pensum komplett alleine bewältigen zu müssen, was die Belastung noch erhöhe.

Führungsaufgabe: Mitarbeiter emotional und organisatorisch unterstützen

Daher ist es Aufgabe von Führungskräften und Personalverantwortlichen, so die Studie, auf Frühwarnzeichen von körperlicher und psychischer Erschöpfung zu achten, um das Risiko für Burnout und Überlastung zu minimieren. Gleichzeitig gelte es aber auch, die Mitarbeiter emotional zu begleiten und zu unterstützen. Dazu gehörten vor allem Empathie und Achtsamkeit für die individuellen Situationen und Anforderungen sowie Offenheit für mögliche Anpassungen. Als konkrete Maßnahme haben einige Arbeitgeber nach Aussage von Depner Wochen ohne Besprechungen und Meetings eingeführt, um ihren Mitarbeitern Erholung von der sogenannten “Zoom-Fatigue” durch häufige Onlinekonferenzen zu verschaffen.

Interessierte können die vollständige Studie > hier zum Download anfordern.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.