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Kopfschmerz: Migräne verursacht die meisten Arbeitsausfälle

Mann morgens im Bett mit Kopfschmerzen
Die Zahl der Männer, die unter Migräne leiden, ist in Deutschland stärker angestiegen als die der Frauen. Foto: © Jelena/StockAdobe

Hierzulande ist die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von diagnostiziertem Kopfschmerz zwischen 2011 und 2017 um rund 44 Prozent von knapp 625 000 auf 897 423 angestiegen. Bei Männern lag der Anstieg mit 48 Prozent höher als bei Frauen, bei denen er 41 Prozent betrug. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Nicht berücksichtigt wurden dabei Kopfschmerzen, die durch neurologische Schäden verursacht wurden.

46 Prozent der Krankschreibungen wegen Kopfschmerzen entfallen auf Migräne

Eine Analyse von > Rehaler zeigt, welche Form von Kopfschmerz am häufigsten zu Arbeitsausfällen führte. Danach ist Migräne die häufigste Ursache: Mit 416 265 Krankschreibungen machten diese Beschwerden vor zwei Jahren 46 Prozent und damit fast die Hälfte aller Fehlzeiten aufgrund von Kopfschmerzen aus. Bei Frauen war Migräne mit knapp 56 Prozent die häufigste Kopfschmerzerkrankung; sie waren fast drei Mal so häufig betroffen wie Männer. Allerdings nimmt der Anteil männlicher Patienten überdurchschnittlich stark zu: Während die Zahl der migränebedingten Arbeitsausfälle bei ihnen seit 2011 um knapp 47 Prozent gestiegen ist, erhöhte sie sich bei den Frauen um 37 Prozent.

Die zweithäufigste Ursache für Fehlzeiten war 2017mit 393 443 Fällen der nicht klassifizierbare Kopfschmerz. Am seltensten erfolgten Krankschreibungen aufgrund sonstiger Kopfschmerzsyndrome wie Spannungskopfschmerz und posttraumatische Kopfschmerzen; hier wurden 87 715 Fälle registriert.

Bei anderen Arten von Kopfschmerzen fehlen Beschäftigte länger

Obwohl Migräne die meisten Arbeitsausfälle verursachte, war diese Art von Kopfschmerz die mit der kürzesten Fehlzeit: Jedesmal waren Betroffene durchschnittlich vier Tage krankgeschrieben. Wer zu den Betroffenen von nicht klassizifierbarem Kopfschmerz gehörte, fehlte im Schnitt fünf Tage. Am längsten krankgeschrieben waren Patienten mit sonstigen Kopfschmerzsyndromen; sie fielen im Mittel für eine Woche aus.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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