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Interaktive Online-Kinderbetreuung zu Corona-Zeiten

Kleines Kind auf Sessel in Wohnung mit Laptop
Ein virtuelles Kinderbetreuungsprogramm soll Eltern in der Corona-Krise entlasten und Kinder beschäftigen.
Foto: © LIGHTFIELD STUDIOS/StockAdobe

Die Idee der Online-Initiative ist es, Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen, damit sie ein paar Stunden am Tag in Ruhe arbeiten können. Das Programm startete in den Osterferien, in den zwei Wochen gab es bereits 1100 Anmeldungen. Mitte April hatten schon mehr als 200 Arbeitgeber die Online-Kinderbetreuung für ihre Mitarbeiter gebucht. IT-Supporter sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Dazu gibt es eine Extra Support-Hotline für Eltern. Das digitale Betreuungsangebot wurde anschließend über die Ferien hinaus verlängert und angepasst.

Drei Stunden täglich virtuelle Gruppenarbeit

Von Montag bis Freitag (Feiertage ausgenommen) wird die Kinderbetreuung drei Stunden täglich vormittags oder nachmittags angeboten. Zum Programm gehören virtuelle Kleingruppenarbeit sowie virtuelle Großgruppenangebote, die für Spaß und Abwechslung im Kinderzimmer sorgen sollen. Die virtuelle Kleingruppenarbeit findet zwei Stunden täglich statt. Eine feste Betreuungsperson betreut im Schnitt sechs Kinder ähnlichen Alters. Dabei geht es um gemeinsames Lesen, Basteln, Singen und Bewegungsspiele. Die Online-Angebote für Großgruppen finden jeweils eine Stunde im Anschluss an die Kleingruppen statt. Im Zentrum stehen interaktives Vorlesen und angeleitete Bewegung.

Am Anfang war es schon etwas komisch, die Kinder so zu betreuen. Aber das hat sich schnell gegeben, und ich war überrascht, wie gut es funktioniert,

sagt eine Mitarbeiterin des PME Familienservice. Die Kinder hätten sogar Bescheid gegeben, wenn sie mal kurz auf die Toilette mussten.

Bereits virtuelle Freundschaften zwischen den Kindern

Dass die Anmeldungen so hoch ausfallen, hätten selbst Martina Mann und Astrid Lethert nicht erwartet, die das virtuelle Programm entwickelt haben. Durch die kleinen Gruppen kann sich auch bei der digitalen Kommunikation eine persönliche Beziehung zwischen Kindern und Betreuern aufbauen. Es wird auch berichtet, dass bereits Freundschaften zwischen den Kindern entstanden sind. Statt kleiner Zettelchen, die man heimlich der besten Freundin durch den Klassenraum zuwirft, schreibe man sich hier im Chat. Das Online-Betreuungsprogramm stößt sowohl bei den Kindern selbst als auch den Eltern auf Zustimmung, so die Initiatorinnen.

Mehr Informationen gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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