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KI & Co in sechs von zehn Unternehmen gestartet

Vernetzte Datenströme und Auge als Symbol von KI
58 Prozent der Firmen weltweit setzen bereits Künstliche Intelligenz ein.
Foto: © Eisenhans/StockAdobe

58 Prozent der Unternehmen haben bereits mit einer intelligenten Automatisierung begonnen. Bei der technologiebasierten Umstellung von Geschäftsprozessen werden Prozessautomaisierung, KI und verwandte Technologien kombiniert. Ein Beispiel für den Einsatz intelligenter Automatisierung sind Kundenregistrierungs- und Anmeldeprozesse. Hier ermöglichen KI-Lösungen wie Natural Language Processing und Machine Learning in Kombination mit Robotics neue Formen der Automatisierung. Die restlichen 42 Prozent der Firmen haben sich mit smarter Automatisierung allerdings noch nicht befasst. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Deloitte unter mehr als 500 Führungskräften weltweit.

Unternehmen erhoffen sich von smarter Automatisierung höhere Produktivität

Von den befragten Unternehmen, die bereits auf intelligente Automatisierung setzen, automatisieren erst acht Prozent schon in großem Umfang; das sind allerdings doppelt so viele wie bei der Befragung im letzten Jahr. Zwölf Prozent setzen die neue Technologie bereits umfassend ein. Rund 38 Prozent haben lediglich Pilotprojekte zur intelligenten Automatisierung eingeführt. Die Unternehmen, die bereits auf intelligente Automatisierung setzen, erwarten dadurch höhere Produktivität, bessere Qualität und geringere Kosten: Die befragten Führungskräfte rechnen mit einer Umsatzsteigerung von elf Prozent und mit einer durchschnittlichen Kostensenkung von 22 Prozent in den nächsten drei Jahren. Außerdem erwarten sie, die Kapazität um 27 Prozent zu erhöhen. Das entspräche laut Deloitte der Arbeitsleistung von 2,4 Millionen Vollzeitkräften in den befragten Unternehmen.

Bis 2028 wird die Zahl der Arbeitskräfte in Europa um bis zu acht Millionen sinken. Angesichts dieser spürbaren Auswirkung des demografischen Wandels ist es entscheidend, dass Unternehmen für die Vorzüge der Automatisierung offen sind,

sagt Peter Fach, Partner bei Deloitte im Bereich Robotics und Intelligent Automation. Mensch und Maschine könnten sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Wie sich die technologische Veränderung auf die Belegschaft auswirken wird, ist bislang jedoch 44 Prozent der befragten Entscheider unklar. 60 Prozent der Führungskräfte wissen nicht, ob sich ihre Mitarbeiter entsprechend weiterbilden sollten.

Fragmentierte Prozesse und mangelnde IT-Ausstattung sind die größten Hürden

Auch in anderer Hinsicht sind viele Unternehmen noch nicht ausreichend auf die intelligente Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse vorbereitet. Fast vier von zehn der befragten Führungskräfte (38 Prozent) geben an, dass fragmentierte Prozesse die größte Hürde bei der Einführung von KI-basierter Automatisierung sind. 17 Prozent sagen, die interne IT sei noch nicht bereit dafür. Ein weiteres Hindernis– neben fehlenden Anwendungsfeldern und zu geringer Datenqualität – ist laut Studie Mangel an der nötigen Expertise in der eigenen Belegschaft und auf dem Bewerbermarkt.

Die komplette Studie in englischer Sprache gibt es > hier zum Download.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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