Software gegen Pflegenotstand: Start-up Ankaadia erhält 1,8 Millionen Euro

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Das HR-Start-up Ankaadia hat neue Investoren gefunden. 1,8 Millionen Euro sammelten die Gründer in erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde ein. Das Konzept, mittels einer Software-Lösung die Anwerbung von internationalen Fachkräften leichter zu machen, hat die Hauptinvestoren, die BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH (eine 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale), die VC-Gesellschaft des OHA Osnabrück Healthcare Accelerators, und Scalehouse Capital, einem deutschlandweit agierender Early-Stage Venture Capital Fonds mit Sitz in Niedersachsen, überzeugt. Sie beteiligen sich als Co-Lead-Investoren an der Ankaadia GmbH.

Software digitalisiert Anwerbung und Anerkennung internationaler Fachkräfte

Das 2021 gegründete Start-up Ankaadia aus Hessen hat eine Software entwickelt, welche die Anwerbung, Berufsanerkennung und Integration von internationalen Fachkräften, insbesondere Pflegefachkräften, digitalisiert und automatisiert. Das Gründerteam um Stefan Reininger, Dr. Jan Wilmanns und Fabio Enge will so einen Beitrag zur Lösung des Pflegenotstands im Gesundheitswesen leisten. Aktuell würden die komplexen Anwerbungs- und Integrationsprozesse internationaler Fachkräfte noch weitgehend analog ablaufen, so die Gründer. Der dadurch entstehende bürokratische und zeitliche Aufwand sei für alle Beteiligten hoch und lasse nur wenig Planungssicherheit zu.

Mehr Vernetzung, schnelle Statusabfrage

Ankaadia vernetzt relevante Parteien für die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte, also unter anderem Krankenhäuser, Pflegeheime, Personalserviceagenturen, Behörden, Sprachschulen, internationale Partner und die Fachkräfte selbst. Fachkräfte und Agenturen können Profile anlegen, diese fortlaufend aktualisieren und präsentieren. Arbeitgeber können jederzeit den aktuellen Status im Migrationsprozess ihrer Kandidaten abrufen und sich so einen Überblick verschaffen, wann sie mit welchem Fachpersonal rechnen können.

Das Jungunternehmen ist derzeit nach eigenen Angaben bei mehr als 200 Personalserviceagenturen und Arbeitgebern im Gesundheitswesen im Einsatz und zählt insgesamt über 2.800 Nutzer. Das Start-up wurde mit dem Rheingauer Gründungspreis 2022 sowie dem E-Health Award des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration 2023 ausgezeichnet.

Christina Petrick-Löhr betreut das Magazinressort Talent & Learning sowie die Berichterstattung zur Aus- und Weiterbildung. Zudem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft sowie den Deutschen Personalwirtschaftspreis.