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Teilzeitbeschäftigte wollen Rückkehrrecht auf Vollzeit

Viele Teilzeitarbeiter wollen zurück in Vollzeit, aber nur bei flexiblen Arbeitszeiten.
Bild: © K.C.
Viele Teilzeitarbeiter wollen zurück in Vollzeit, aber nur bei flexiblen Arbeitszeiten.
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Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass sich die meisten Teilzeitfachkräfte in Deutschland ein Recht auf Rückkehr in ihren Vollzeitjob wünschen. Andererseits sind viele Berufstätige der Meinung, dass auch eine Teilzeitstelle kein Hinderungsgrund ist, in einer Führungsposition zu arbeiten.

Neun von zehn Berufstätigen in Deutschland wollen die Möglichkeit haben, aus der Teilzeitarbeit in eine Vollzeitstelle zurückzukehren. Vier von zehn Frauen würden auf Vollzeit umsteigen, wenn sich die Kinderbetreuung optimal organisieren ließe. Die Bereitschaft, mehr zu arbeiten, ist damit im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal um zehn Prozent gestiegen. Allerdings sind flexible Arbeitszeiten für 95 Prozent der Arbeitnehmer ein Muss, um Job und Familie besser vereinbaren zu können.

Mehr als ein Viertel der weiblichen Fachkräfte möchte eine Führungsposition

Auch haben fast drei von vier weiblichen Fachkräften (28 Prozent) fest vor, in Zukunft eine Führungsrolle zu übernehmen. Von den teilzeitbeschäftigten Frauen und Männern glauben fast 60 Prozent, dass sie eine verantwortungsvolle Führungsposition auch mit reduzierter Stundenzahl angemessen ausfüllen können. Frauen wünschen sich als Unterstützung vom Arbeitgeber Fortbildungen zur Vorbereitung auf eine Führungsposition sowie Maßnahmen zur gezielten Förderung von Teilzeitkräften. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Befragung von > Stepstone. Für die Studie wurden in diesem Frühjahr rund 5000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu ihrem Karriereverlauf befragt. Männer waren unter den Umfrageteilnehmern zu 54 Prozent und Frauen zu 46 Prozent repräsentiert.

Gerade hoch qualifizierte Frauen wollen im Job etwas bewegen – auch dann, wenn sie vorübergehend in Teilzeit arbeiten wollen oder müssen,

sagt Simone Reif, Geschäftsführerin bei Stepstone.de. Für die Wirtschaft seien das gute Nachrichten, denn in Zeiten knapper Fachkräfte seien Unternehmen auf diese Frauen angewiesen. Nach Schätzungen von Stepstone liegt die Anzahl der Frauen, die unter den richtigen Voraussetzungen in Vollzeit arbeiten würden, allein unter Fach- und Führungskräften bei bis zu 1,5 Millionen.

Familienpause bringt Frauen Nachteile im Job

Die Studie zeigt auch, dass sich eine Familienpause für Frauen oft als Falle erweist. Knapp zwei Drittel der befragten weiblichen Fachkräfte sahen sich nach der Rückkehr in den Job mit anderen Aufgaben konfrontiert; 28 Prozent üben seitdem weniger anspruchsvolle Tätigkeiten aus. Dass die Unterbrechung der Berufstätigkeit ihrer Karriere geschadet hat, meint mehr als die Hälfte der Frauen. Das hat auch finanzielle Folgen: 60 Prozent rechnen langfristig mit negativen Auswirkungen auf ihr Gehalt.

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