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Der Arbeitsplatz der Zukunft

Mitarbeiterbesprechung mit Videokonferenz
Viele Unternehmen wollen künftig mehr Besprechungs- und Videokonferenzräume einrichten.
Foto: © Mediteraneo-stock.adobe.com

Für den “2020 Intelligent Workplace Report – Shaping Employee Experiences for a World Transformed” hat der IT-Dienstleister > NTT 1350 Unternehmensvertreter aus 19 Ländern befragt. 87 Prozent der Firmen gaben an, dass das Homeoffice eine Herausforderung für die Mitarbeiter darstellt. Gründe waren unter anderem das Fehlen geeigneter Arbeitsplatzplätze, Konnektivitätsprobleme und das Gefühl der Isolation der Mitarbeiter.

Jedes vierte Unternehmen hat neue Kommunikationstools eingeführt

Bislang hat knapp jedes dritte Unternehmen (insgesamt 31 Prozent, in der EU 29 Prozent) seine IT-Strategie angepasst, um so die Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter anzupassen. 43 Prozent und EU-weit 42 Prozent haben neue Kommunikations- und Produktivitätswerkzeuge eingeführt. 46 Prozent – in der EU 38 Prozent – haben ihre IT-Security-Kapazitäten erhöht, um die Sicherheit ihrer Organisation und ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Häufig wurde es allerdings den Mitarbeitern überlassen, ob sie ihre privaten Geräte und Anwendungen nutzen, was das Risiko von Sicherheitslücken massiv erhöht hat. 42 Prozent der Unternehmen weltweit haben Zugang zu Arbeitsplatz-Analysemethoden, die sie dabei unterstützen, Homeoffice-bedingte Probleme zu verstehen und zu bewerten.

Präsenzveranstaltungen bleiben wichtig

Rund zwei Drittel (68 Prozent) der Studienteilnehmer aus der EU sagen, die Mitarbeiter hätten gerne die Wahl, in einem Firmenbüro zu arbeiten, sofern dies sicher ist. 85 Prozent denken, dass Zeit für Face-to-Face-Besprechungen für die Teamarbeit oder bei Kundengesprächen wichtig sind. Derzeit überprüfen 40 Prozent der befragten Unternehmen die generelle Bürogestaltung und die Frage, wie sie am besten auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt werden kann. Rund jede dritte Führungskraft auf C-Level (34 Prozent weltweit) will ihre Bürofläche verkleinern, während knapp ein Viertel (24 Prozent) eine Vergrößerung plant. Die meisten Befragten sind sich jedoch darin einig, dass der physische Raum dedizierter und flexibler genutzt werden soll, um eine kooperativere Umgebung zu ermöglichen.

Weniger Büroarbeitsplätze, aber mehr Besprechungsräume geplant

Von den Unternehmen in der EU wollen 38 Prozent Videokonferenz-/Video-Collaboration-Räume einrichten, um Mitarbeiter an entfernten Standorten oder in den Büros zusammenzubringen. 25 Prozent beabsichtigen, Kreativitäts- oder Denkräume einzurichten. Außerdem haben 26 Prozent vor, den Platz für individuelle Arbeitsplätze im Büro zu reduzieren, gleichzeitig planen 29 Prozent mehr Besprechungsräume als bisher. Nach Ansicht von gut jeder zweiten Führungskraft auf C-Level (55 Prozent) ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen.

Mehrheit stuft Employee Experience als wichtig ein

In der EU glauben 80 Prozent der Befragten, dass die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeitsplatzgestaltung stehen werden. 84 Prozent schätzen die Bedeutung der Employee Experience als wichtiges strategisches Unterscheidungsmerkmal ein, momentan sind allerdings nur 35 Prozent mit ihren Fähigkeiten in diesem Punkt sehr zufrieden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.