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Beschäftigungsfähigkeit – welche Hochschulen vorn liegen

Kürzlich wurde das 9. Global University Employability Ranking veröffentlicht. Es listet die 150 Hochschulen auf, deren Absolventen nach Ansicht von Personalmanagern die beste Beschäftigungsfähigkeit aufweisen. Deutschland erreicht Platz zwei, hinter den USA.

Gebäude der Technischen Universität München, Fachbereich Informatik
Die Technische Universität München ist die beste deutsche Hochschule im Global University Employability Ranking 2019. Foto: © acrogame/StockAdobe

Für das diesjährige Global University Employability Ranking, das im Auftrag der französischen Personalberatung Emerging erstellt wird, wurden 91 000 Stimmen von operativ und international tätigen Managern großer Unternehmen eingeholt, die Absolventen aus 23 Ländern rekrutieren oder mit ihnen arbeiten. Außerdem befragte das Markforschungsinstitut Trendence 3300 Personalvermittler zur Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen.

Fünf amerikanische Hochschulen weiterhin vorn, gefolgt von der TU München

Auf den ersten fünf Rängen der Liste der besten 150 Universitäten gab es auch 2019 keine Veränderungen: Den Spitzenplatz nimmt die Harvard University ein, gefolgt vom California Institute of Technology (Caltech), dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), der University of Cambridge und der Stanford University. Die Technische Universität München schaffte es auf Platz sechs. Deutschland ist das Land, das nach den USA (29 Hochschulen auf der Rangskala) am zweithäufigsten im Ranking auftaucht. Es hat seit 2011 seine Präsenz in der Tabelle verdoppeln können; derzeit befinden sich 14 Universitäten unter den Top 150. Am zweitbesten schneidet die LMU München mit Rang 25 ab, es folgt die Humboldt-Universität zu Berlin mit Rang 34. Auf dem dritten Platz im Ländervergleich steht Frankreich mit 13 Universitäten; das Vereinigte Königreich rangiert mit zehn Hochschulen dahinter und hat seit 2011, als es noch Nummer zwei war, fünf Plätze eingebüßt. Die Zahl der in den Top 150 vertretenen Länder ist mittlerweile von 24 auf 33 gestiegen, so ist zum Beispiel China im Kommen.

Faktoren für die Auswahl der Universitäten aus Personalersicht

Das Ranking gibt außerdem Auskunft darüber, welche Faktoren in Sachen Beschäftigungsfähigkeit für die Auswahl der besten Universitäten die größte Rolle spielten. Hier zeigt sich zunächst, dass Universitäten mit wirtschaftlichem oder technischem Fokus tendenziell besser abschneiden. Akademische Exzellenz und Internationalität sind weiterhin treibende Faktoren für das Ranking durch die Personaler, diese sehen jedoch Spezialisierung, Praxisbezug, Soft Skills und digitale Kompetenz als zunehmend wichtig an. Die Nachfrage nach Absolventen mit sozialer Kompetenz und einem gut entwickelten wissenschaftlichen Mindset wird laut Studie höchstwahrscheinlich weiter steigen. Recruiter seien davon überzeugt, dass die Wirtschaft im sich derzeitig verändernden Umfeld selbst eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Universitäten spielt. Die befragten Personalvermittler denken, dass angesichts von Globalisierung und Digitalisierung die Beschäftigungsfähigkeit zu einem strategischen Ziel der weltweiten Hochschulbildung werden muss.

Die vollständige Übersicht der 150 besten Universitäten sowie einzelne Länderlisten gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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