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Digitalisierung erfordert Weiterbildung und fordert die Anbieter

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Die digitale Transformation in Unternehmen bringt neuen Weiterbildungsbedarf mit sich, auf den auch die Anbieter reagieren müssen.
Foto: © magele-picture/Fotolia.de

Die Nachfrage der Unternehmen nach Bildungsdienstleistungen ist gegenüber dem vergangenen Jahr weiter gestiegen. Für das laufende Jahr rechnen die Weiterbildungsanbieter in Deutschland mit einem Umsatzwachstum. Vor allem die Digitalisierung ist ein Treiber, denn sie verändert die Arbeitsprozesse in fast allen Branchen und erfordert spezifisches Know-how.

Der Wuppertaler Kreis, in dem rund 50 Weiterbildungsinstitute zusammen- geschlossen sind, hat die Ergebnisse seiner diesjährigen Verbandsumfrage “Trends in der Weiterbildung” veröffentlicht. Danach ist die Digitalisierung der Schlüssel für die Zukunft der Branche. Durch die digitale Transformation der Geschäftsprozesse in den Unternehmen steht ein großer Lernbedarf. Die Weiterbildungsbranche unterstützt mit firmeninternen und anderen Qualifizierungsmaßnahmen. Da sich Weiterbildung zunehmend auch zu einer digitalen Dienstleistung entwickelt, sind die Anbieter gefordert, selbst digitale Bildungsprodukte zu entwickeln, auf unterschiedlichen Plattformen bereitzustellen und Bildungsprozesse im digitalen Raum zu organisieren. Zwar erzielen die Institute weiterhin gut ein Drittel des Umsatzes mit offenen Seminaren, diese werden aber immer häufiger durch digitale Angebote ergänzt. So werden zum Beispiel Teile der Maßnahmen auf Lernplattformen angeboten oder die Vor- und Nachbereitung finden online statt.

Lerninhalte werden vermehrt auf verschiedenen Kanälen angeboten

Dass digitale Lern- und Lehrplattformen den Seminarraum in einigen Jahren als wichtigsten Lernort vollständig ablösen, denken immerhin 42 Prozent der Weiterbildungsanbieter. 45 Prozent glauben dies nicht, 13 Prozent machen dazu keine Angabe oder haben keine Meinung dazu. Fast alle Dienstleister (97 Prozent) sind der Ansicht, dass gleiche Lerninhalte künftig auf unterschiedlichen Kanälen passend für den jeweiligen Unternehmensbedarf bereitgestellt werden. 92 Prozent geben an, dass dies für die Bildungsanbieter eine große wirtschaftliche Herausforderung bedeutet. Fast zwei Drittel (63 Prozent) sagen, dass die Digitalisierung in der Weiterbildung eine stärkere Spezialisierung und das Entstehen technisch spezialisierter Dienstleistungsunternehmen für bestimmte Bildungsformate fördert.

Digitale Vernetzung der Weiterbildner mit Unternehmen gefordert

87 Prozent der befragten Bildungsdienstleister stimmen der These zu, sie seien zunehmend gefragt, sich technisch mit den Arbeitsprozessen ihrer Kunden zu vernetzen und Dienstleistungen integriert in deren Systeme anzubieten. Drei Viertel (76 Prozent) der Befragten halten es für eine Aufgabe von Bildungsdienstleistern, kollegiales Lernen im virtuellen Raum auch überregional und international zu organisieren. Außerdem denken 84 Prozent, dass unternehmensinterne soziale Medien als Bestandteil der firmeninternen Lernprozesse immer wichtiger werden.

Im letzten Jahr haben mehr als eine Million Teilnehmer an den rund 128 000 Seminaren, Lehrgängen und Weiterbildungsveranstaltungen der Mitglieder des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Rund 60 Prozent der Teilnehmer kommen aus kleinen oder mittleren Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.

Die vollständigen Ergebnisse der Verbands-Umfrage “Trends in der Weiterbildung” stehen > hier zum Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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