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E-Learning mit VR: Vor- und Nachteile

Junger Mann mit 3D-Brille und Wort
Virtual Reality ist auch in die betriebliche Weiterbildung eingezogen.
Foto: © thodonal/StockAdobe

Die diesjährige Learntec in Karlsruhe zeigte, dass Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in der betrieblichen Weiterbildung zumindest intensiv diskutiert werden. Bei aller Begeisterung für diese Lernmöglichkeit sollte jedoch nicht außer acht gelassen werden, dass neben positiven Aspekten auch negative Auswirkungen damit einhergehen können.

Unternehmen setzen Virtual-Reality-Lernanwendungen mittlerweile in unterschiedlichen Bereichen ein, ob als Lernprogramm zur Personalauswahl, zu betrieblichen Abläufen oder in anderen Mitarbeiterschulungen. Zu den klassischen Anwendungsfeldern gehören insbesondere Lerninhalte aus dem Gefahrenbereich, etwa für Mitarbeiter, die in risikobehafteten oder potenziell gefährlichen Umgebungen arbeiten, sei es in Konstruktion und Fertigung, in der Medizin, der Flugsimulation oder beim Militär. Virtual Reality-Anwendungen werden aber auch eingesetzt, um virtuelle Treffen und Trainings für Teammitglieder an verschiedenen Standorten zu ermöglichen. Die > Pink University, ein Anbieter von E-Learnings und WBTs für die Personalentwicklung, hat die Vor- und Nachteile des VR-Einsatzes im Corporate Learning zusammengefasst.

Vorteile: sicher, praktisch und attraktiv

VR ist sicher und ermöglicht das Training gefährlicher Situationen in einem geschützten Bereich.

Es ist praktisch wiel E-Learning generell, da die Mitarbeiter nicht zwangsweise zur Schulung anreisen müssen, sondern an beliebigen anderen Orten daran teilnehmen können, wenn ihnen die Technologie zur Verfügung steht.

Virtual Reality macht Spaß und hat in der Weiterbildung noch den Reiz des Neuen.

Es kann kostengünstig sein insofern, als die Folgen von Konsequenzen negativer Ereignisse in einer virtuell trainierten Umgebung nicht so gravierend sind wie in der Realität.

Nachteile: kognitive Überlastung und fehlende einheitliche Standards

VR-E-Learning kann zu einer kognitiven Überlastung und zur sogenannten “Simulator Sickness” führen und bei einigen Teilnehmern Übelkeit, Schwindel und Desorientierung verursachen.

Aufgrund der Geschlossenheit der Brille sind manche Lernende irritiert, nehmen die Realität um sich herum nicht mehr wahr und können stolpern oder hinfallen.

Bislang existieren keine einheitlichen Standards für VR. Unternehmen, die sich für ein System entschieden haben, können daher nicht problemlos zu einem anderen wechseln. 

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.