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KI in der Personalauswahl – Bewerber bislang schlecht informiert

digtiale Symbole, Bewerber, Auswahl
Acht von zehn Bewerbern sind überzeugt, dass Künstliche Intelligenz künftig fester Bestandteil des Recruitings sein wird.
Foto: © peshkov/StockAdobe

Fast jeder zweite Bewerber hierzulande denkt, dass Künstliche Intelligenz heute im Recruiting bereits eine Rolle spielt. Tatsächlich ist aber lediglich jeder Siebte bislang in Zusammenhang mit der Personalauswahl damit in Berührung gekommen. Obwohl Arbeit- nehmer kaum Erfahrungen mit solchen KI-Anwendungen haben, sieht jeder vierte von ihnen darin für sich Vorteile.

In Deutschland gehen 40 Prozent der Bewerber davon aus, dass Künstliche Intelligenz aktuell schon für die Personalauswahl von Unternehmen relevant ist. Acht von zehn Bewerbern glauben, dass KI zukünftig fest zum Recruiting gehören wird Die Mehrheit ist der Ansicht, dass derartige Technologien auch den Bewerbungsprozess verändern werden. Allerdings fehlt den meisten eine genaue Vorstellung zu den konkreten Anwendungen in diesem Zusammenhang: Zwei Drittel der Befragten sagen, sie fühlten sich hinsichtlich der genauen Einsatzmöglichkeiten von KI schlecht informiert. Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag von > Viasto hervor. Dafür wurden in Deutschland 1008 Arbeitnehmer mit akademischer Ausbildung im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt, die sich in den vergangenen drei Jahren mindestens einmal in einem Bewerbungsprozess befunden hatten.

Auch wenn vier von zehn Studienteilnehmern KI heute schon als wichtig für die Personalauswahl einstufen, geben nur 14 Prozent an, im Rahmen eines Bewerbungsprozesses bisher damit zu tun gehabt zu haben. Von den jungen Arbeitnehmern sagen dies immerhin schon 20 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen der Annahme, dass künstliche Intelligenz einerseits in HR-Prozessen eingesetzt wird, und dem Gefühl, damit nicht in Berührung gekommen zu sein, spricht dafür, dass viele Bewerber noch kein genaues Bild von den realen Anwendungsmöglichkeiten haben,

sagt Sara Lindemann von Viasto.

25 Prozent schreiben KI im Recruiting einen persönlichen Mehrwert zu

Die Studienteilnehmer sollten anhand von Vorgaben außerdem zuordnen, welchen Einsatzbereichen von KI sie einen persönlichen Mehrwert zuordnen. Danach steht die Medizintechnik an erster Stelle; drei Viertel der Befragten begrüßen dort KI-Anwendungen. Im Straßenverkehr schreiben knapp drei Viertel (73 Prozent) dieser Technologie einen großen Mehrwert zu. Bei der Personalauswahl ist es lediglich ein Viertel (25 Prozent); Bewerber zwischen 18 und 29 Jahren sind aber positiver eingestellt. Darüber hinaus sehen 21 Prozent in Künstlicher Intelligenz einen Mehrwert für das Rechtswesen und 18 Prozent für die Politik.

Mehr KI in der Personalauswahl, aber nicht bis zur endgültigen Entscheidung

Was die Personalauswahl betrifft, so sind knapp zwei Drittel der Befragten dafür, dass Personaler Algorithmen & Co. künftig intensiver nutzen sollten. Die Entscheidung für einen Kandidaten sollte allerdings aus ihrer Sicht beim Personaler liegen. Nur drei Prozent wären mit einer kompletten Automatisierung der Personalauswahl durch Künstliche Intelligenz einverstanden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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