Der Fachkräftemangel macht kurz Pause. Zumindest könnte man auf diese Idee kommen: Große Unternehmen wie VW, die Bahn und SAP kündigen erhebliche Stellenkürzungen an, auch in vielen kleinen wird Personal derzeit eher ab- als aufgebaut. Bewerberinnen und Bewerber berichten, dass es schwieriger geworden ist, einen Job zu finden, während Recruiterinnen und Recruiter sich über mehr passende Bewerbungen auf ihre Stellenanzeigen freuen als in den vergangenen Jahren.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden laut einer Analyse der Index-Personalmarktforschung im Juli dieses Jahres elf Prozent weniger Stellen ausgeschrieben. Die Arbeitslosenzahl ist binnen derselben Zeit um fast 200.000 Personen beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte gestiegen.
Kurz: Die Nachfrage nach Personal ist derzeit verhältnismäßig niedrig, das Angebot eher hoch. Letzteres dürfte sich aufgrund des demografischen Wandels spätestens mittelfristig ändern. Ersteres auch – zumindest, wenn man davon ausgeht, dass es irgendwann mit der deutschen Wirtschaft wieder aufwärts geht. Als Unternehmen beziehungsweise dessen Recruitingabteilung könnte man da auf die Idee kommen, die Situation zu nutzen und sich gerade jetzt auf die Suche machen. Statt auf einen Hiring Freeze, also einen Einstellungsstopp, auf das sogenannte Fridge Hiring zu setzen – das Recruiting auf Vorrat.
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