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Jeder fünfte Startup-Mitarbeiter ist Ausländer

Gruppe junger Mitarbeiter mit verschiedenen Hautfarben
Startups in Deutschland sind oft international bunt gemischt.
Foto: © Yakobchuk Olena/StockAdobe

Die Startups der IT- und Internetbranche in Deutschland haben häufig internationale Belegschaften, das gilt vor allem für größere Neugründungen. In einem Drittel der jungen Firmen ist Englisch die Geschäfts- sprache, wie eine aktuelle Befragung zeigt.

Ohne Mitarbeiter aus dem Ausland scheint in einigen deutschen Startups nichts zu gehen. Im Schnitt hat jeder fünfte Mitarbeiter (20 Prozent) der neuen IT- und Internet-Unternehmen keine deutsche Staatsbürgerschaft. In großen Startups ab 20 Beschäftigten liegt der Anteil immerhin bei einem Drittel (34 Prozent). Die Betrachtung der Entwicklerszene in den jungen Firmen zeigt, dass diese Berufsgruppe noch stärker international geprägt ist: Rund jeder Vierte (24 Prozent) kommt aus dem Ausland und bei den großen Startups beträgt der Anteil der Mitarbeiter ohne deutschen Pass sogar 44 Prozent. Vor allem Neugründungen in Berlin stellen häufig ausländische Mitarbeiter ein: Dort liegt der Anteil bei 29 Prozent und unter den Entwicklern haben 36 Prozent eine andere Staatsangehörigkeit als die deutsche. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands > Bitkom hervor. An der Befragung nahmen 321 IT- und Internet-Startups in Deutschland teil.

Technologieorientierte Startups könnten Entwicklungen zum Beispiel im Bereich von Künstlicher Intelligenz oder Blockchain ohne Experten aus dem Ausland gar nicht voranbringen,

kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg die Befragungsergebnisse. Hierzulande fehlten seit Jahren Zehntausende IT-Fachleute und Startups konkurrierten mit etablierten IT-Unternehmen ebenso wie mit Global Playern aus allen Branchen. Wer die Wettbewerbs- bedingungen für Startups in Deutschland verbessern wolle, müsse daher die Gewinnung von ausländischen IT-Experten noch einfacher und unbürokratischer gestalten, so Berg.

In großen Startups ist meist Englisch die Geschäftssprache

Die international gemischten Belegschaften wirken sich auch oft auf die Firmensprache aus. In fast drei von zehn Startups (29 Prozent) verständigen sich die Mitarbeiter auf Englisch; in 70 Prozent wird Deutsch gesprochen. In Neugründungen mit 20 und mehr Beschäftigten ist Deutsch als Geschäftssprache mit 44 Prozent in der Minderheit; 53 Prozent sprechen Englisch miteinander. Auch hier zeigt sich, dass Berliner Startups noch etwas internationaler ausgerichtet sind: 54 Prozent verständigen sich auf Englisch und 46 Prozent auf Deutsch.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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