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Jeder dritte Berufstätige ist wechselbereit

Mann im Anzug streckt die rechte Hand zum Handschlag vor
Rund ein Drittel der Berufstätigen hierzulande kann sich vorstellen, einem anderen Arbeitgeber den Zuschlag zu geben.
Foto (CCO): pexels.com

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des beruflichen Netzwerks Xing ist die Mehrzahl der deutschen Arbeitnehmer zufrieden mit ihrem Job. Dennoch bleibt jeder Dritte offen für einen Arbeitgeber- wechsel. Dafür sind vor allem das Gehalt, Kollegen und Vorgesetzte ausschlag- gebend.

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten hierzulande (57 Prozent) ist eher zufrieden mit der derzeitigen beruflichen Tätigkeit, gut ein Viertel (28 Prozent) bezeichnet sich sogar als sehr zufrieden. Eher unzufrieden sind lediglich zwölf Prozent und sehr unzufrieden nur zwei Prozent. Fast sechs von zehn Berufstätigen (59 Prozent) wollen ihrem aktuellen Arbeitgeber auch langfristig treu bleiben. Immerhin rund jeder Dritte (32 Prozent) ist jedoch durchaus offen für einen Wechsel, hat aber bisher aber noch keine konkreten Schritte unternommen. Sieben Prozent haben bereits konkrete Pläne, sich einen neuen Job zu suchen. Und nur 59 Prozent haben vor, ihrem Arbeitgeber wirklich langfristig treu zu bleiben. Dabei sinkt die Wechselbereitschaft mit zunehmendem Alter: Von den jungen Berufstätigen zwischen 18 und 29 Jahren denken 14 Prozent daran, nach einer anderen Stelle Ausschau zu halten, während es bei den 30- bis 49-Jährigen noch acht Prozent und bei den Arbeitnehmern ab 50 Jahren aufwärts nur noch vier Prozent sind. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag von > Xing E-Recruiting unter 1020 Erwerbstätigen ab 18 Jahren hervor.

Geld, Kollegen und Führungskräfte entscheidend für die Umorientierung

Gefragt danach, welche Aspekte bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber entscheidend sind, gaben mit 85 Prozent die meisten Befragten ein attraktives Gehalt an. Nur knapp dahinter folgt ein guter Kollegenzusammenhalt mit 81 Prozent. Auch ein gutes Vorgesetztenverhalten steht mit 74 Prozent hoch im Kurs. Ein kurzer Arbeitsweg ist für zwei Drittel der Studienteilnehmer (67 Prozent) wesentliches Kriterium, die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten für gut die Hälfte (54 Prozent). Es folgen die Wünsche nach herausfordernden Tätigkeiten (47 Prozent), guten Weiterbildungsmöglichkeiten (39 Prozent), einem guten Arbeitgeberimage (33 Prozent), guten Aufstiegsmöglichkeiten (31 Prozent) und der Option, vom Home Office aus zu arbeiten (27 Prozent). Für Frauen hat das Home Office mit 34 Prozent mehr Bedeutung als für Männer. Die Auswertung zeigt außerdem, dass Weiterbildungsangebote für die Generation von 18 bis 29 Jahren mit 58 Prozent wichtiger sind als für den Durchschnitt. Auch Aufstiegschancen wurden von der jüngeren Generation mit 44 Prozent häufiger genannt als über alle Altersgruppen hinweg. Für Berufstätige mit Kindern spielt ein kurzer Arbeitsweg (72 Prozent) eine relevantere Rolle als für andere. Auch flexible Arbeitszeiten sind für sie mit 60 Prozent ein etwas wichtigeres Kriterium als für die Befragten insgesamt.

Jeder vierte Wechselwillige möchte angesprochen werden

Bei Interesse nach einer neuen beruflichen Tätigkeit würde ein Drittel der Studienteilnehmer (33 Prozent) selbst aktiv auf die Suche gehen. Immerhin jeder Vierte (26 Prozent) möchte lieber direkt von Unternehmen oder Personalberatern angesprochen werden. Für 38 Prozent ist es nicht relevant, von wem die Initiative ausgeht.

Empfehlungen von Familie und Freunden am wichtigsten

Von jenen, die einen neuen Job suchen, würden die meisten Befragten (71 Prozent) ihr persönliches Netzwerk nutzen und Familienmitglieder, Freunde und Bekannte nach konkreten Tipps oder Empfehlung fragen. Zwei von drei Jobinteressierten (65 Prozent) greifen auf allgemeine oder spezialisierte Stellenbörsen im Internet zu, gut jeder Zweite (53 Prozent) würde sich in Printmedien informieren. Rund die Hälfte derjenigen, die eine neue Stelle suchen (49 Prozent), würde sich auf Webseiten von Unternehmen umschauen. 41 Prozent sagen, dass sie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzen würden. Fast ein Drittel (31 Prozent) gab an, bei der Stellensuche berufliche Online-Netzwerke wie zum Beispiel Xing zu berücksichtigen. Ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) informiert sich auf Bewertungsportalen über potenzielle Arbeitgeber. Auf die Dienste von Personalberatern würden zwölf Prozent zurückgreifen und neun Prozent würden soziale Online-Medien mit Fokus auf das Privatleben hinzuziehen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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