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Interim Management – aktuelle Bestandsaufnahme

Älterer Manager mit jüngerem Mitarbeiter im Büro
Als Manager auf Zeit werden laut einer Studie auch Ältere geschätzt.
Foto: © auremar/StockAdobe

Auch 2019 verzeichnete der Markt im Interim Management in der DACH-Region eine hohe Auslastung und Anzahl von Anfragen. Die Prognose für 2020 fällt jedoch etwas verhaltener aus.

Im vergangenen Jahr kam fast jede zweite Nachfrage nach Interim Managern (46,9 Prozent) aus drei Branchen: Der Automotive-Sektor (inklusive Service, Handel, Aerospace & Rail) verzeichnete mit 19,8 Prozent den größten Anteil. Es folgten der Maschinen- und Anlagenbau mit 16,3 Prozent und der Bereich Metall/Elektro mit sämtlichen Zwischenprodukten mit 10,8 Prozent. Am häufigsten wurden HR-Kompetenzen gesucht: Sie machten einen Anteil von 14,4 Prozent aus. Auf Produktion/Serienfertigung entfielen 13 Prozent, auf Controlling 11 Prozent und auf Finanz-und Rechnungswesen: 10,8 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Befragung der Ludwig Heuse GmbH interim-management.de zur Entwicklung des Branchenmarktgeschehens. An der aktuellen Studie nahmen 750 Interim Experten teil.

Die meisten Manager auf Zeit betrachten sich als erfolgreich und zufrieden

87 Prozent der befragten Interim Manager gaben an, dass die von ihnen durchgeführten Projekte erfolgreich waren. Knapp drei Viertel (72 Prozent) sagen, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden mit ihren Projektbedingungen waren.

Der typische Interim Manager ist ein Mann und zwischen 46 und 60 Jahre alt

Mit 88 Prozent ist der überwiegende Anteil der Interim Manager männlich, mit nur zwölf Prozent sind Frauen deutlich in der Minderheit. Die häufigste Altersgruppe der Manager auf Zeit bilden sowohl bei Frauen als auch bei Männern die 51- bis 55-Jährigen, gefolgt von den 56- bis 60-Jährigen und den 46- bis 50-Jährigen.

Der demografische Wandel fördert erheblich das Interim Management Geschäft. Auch scheint im Interim Management das Alter kein Hinderungsgrund für einen Einsatz zu sein,

kommentiert JoachimRupp, geschäftsführender Gesellschafter der Ludwig Heuse GmbH interim-management.de, die Studie.

Geschlechtsspezifische Gehaltslücke im Interim Management geringer als bei Festanstellung

Weibliche Interim Manager sind im Schnitt allerdings jünger als ihre männlichen Kollegen, in der Altersklasse von 61 bis 65 nur noch wenig auf dem Interim-Markt vertreten und danach gar nicht mehr, während unter den Männern auch noch ein geringer Anteil über 70 weiterhin in der Branche arbeitet. Was die Bezahlung betrifft, so schneiden Interim Managerinnen laut Befragung hinsichtlich des Gender Pay Gaps besser ab als Frauen in Festanstellung: Während Frauen im Management auf Zeit knapp zehn Prozent weniger verdienen als Männer, liegt die unbereinigte Gehaltslücke für Festangestellte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei 21 Prozent.

Die vollständige Studie steht als > Download bereit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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