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Recruiting: Young Professionals wünschen sich Authentizität

Mehr Transparenz, mehr Authentizität: Die Anforderungen von
Absolventen und Studierenden haben sich in der Corona-Pandemie kaum verändert.
Das zeigt eine aktuelle Studie – die auch die zehn bewerberfreundlichsten
Unternehmen kürt.

Vier
Foto: Artem/Adobe Stock

Absolventinnen, Absolventen und Studierende wünschen sich von
Arbeitgeberseite Authentizität und Transparenz beim Bewerbungsprozess sowie
soziales Engagement. Das zeigt die Potentialpark-Umfrage 2021, für die in
Deutschland 2.735 Meinungen aus diesen Gruppen abgefragt wurden.

60 Prozent der jungen Talente hält Karriereseiten der
Arbeitgeber nach wie vor für die vertrauensvollste Quelle, wenn sie sich über
Jobperspektiven erkundigen. Allerdings wünschen sich hier 75 Prozent der
Befragten mehr Orientierungshilfen seitens der Unternehmen. 54 Prozent halten
die Infoseiten für zu allgemein.

70 Prozent der Befragten wünscht sich von den Arbeitgebern,
dass sie sich mit Projekten und Programmen aktiv für gesellschaftliche Belange
einsetzen und das kommunizieren. Liegen keine “Beweise” vor, so glauben 45
Prozent der Befragten, dass Stellungnahmen der Unternehmen zu sozialen Themen
reine PR sind. Authentizität sei hier das Stichwort, so die Studie.

Potentialpark Ranking.
Diese zehn Unternehmen schneiden bei den Befragten und Analysen am besten ab, weil Sie auf die Wünsche der Young Potentials eingehen. Auffallend ist, dass manche Unternehmen seit dem letzten Jahr stark an Ihren Auftritten gearbeitet haben. Das zeigt sich an den Plätzen, die sie im Vergleich zum Vorjahr aufholten. Grafik: Potentialpark

Außerdem sagt jede zweite Kandidatin und jeder zweite
Kandidat, sie oder er sei Frustriert darüber, dass Bewerbungsverfahren nicht durchsichtig
sind: Oft wisse man nicht, wie lange man auf eine Antwort seitens des
Unternehmens warten muss. Die Young Professionals wünschen sich hier mehr
Transparenz, sie möchten wissen, was wann mit ihren Unterlagen geschieht.

“Das wirkt auf den ersten Blick alles bekannt”, sagt Christian
Holz, Country Manager DACH bei Potentialpark. “Die Studie wirft in diesem Punkt
nichts neues auf, zeigt aber, dass die vermeintlich alten Themen, wie Authentizität
beim Employer Branding immer noch aktuell sind.” Unternehmen hätten hier
Nachholbedarf, so Holz.

Der Marktforscher leitet konkrete Tipps für HR ab: “Eine
Stellenanzeige muss mehr tun, als nur einen Job ausschreiben. Stellen Sie Ihr
Unternehmen authentisch vor und schreiben Sie über das Gute, das Sie tun.” Natürlich
dürfen aber auch die wichtigen Kennzahlen rund um den neuen Job nicht fehlen.
Je mehr Unternehmen hier angeben, desto besser.

Die
Potentialpark-Studie: beinhaltet 43.535 Antworten von Studierenden und
Absolvent*innen weltweit, darunter 2.735 aus Deutschland. Gefragt wurde nach
Vorlieben, Frustrationen und Erfahrungen bei der Jobsuche und bei der
Bewerbung. Weltweit hat Potentialpark in der diesjährigen Studie 524
Unternehmen mit 4.767 Online- Präsenzen evaluiert: Karrierewebseiten und
Bewerbungsformulare, sowie deren Umsetzung für mobile Endgeräte, Karriereblogs,
Facebook-, Instagram-, YouTube-, Twitter-, LinkedIn-, Xing-, Glassdoor- und
Kununu-Profile. Neu hinzugekommen seit diesem Jahr: Indeed. Die jeweiligen
Präsenzen wurden nach einem standardisierten Kriterienkatalog bewertet. Dieser
umfasst 343 Kriterien, die mit den Ergebnissen der Umfrage gewichtet werden, um
die Präferenzen der Kandidatinnen und Kandidaten zu berücksichtigen. In
Deutschland hat Potentialpark dieses Jahr 121 Unternehmen untersucht.

>> Alle Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich insbesondere um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.