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Remote Work: Optimierungspotenzial bei Stellenausschreibungen

Unternehmen nutzen ihr Potenzial im Recruiting nicht aus.
Das geht aus einer aktuellen Studie des HR-Softwareanbieters Softgarden hervor.
Doch HR kann an bestimmten Stellschrauben drehen, um Talente zu erreichen und
zu überzeugen. Zum Beispiel, indem über Remote-Work gesprochen wird.

Frau sitzt mit Laptop auf Veranda.
Jobsuchende suchen gezielt nach Informationen über Remote-Work-Möglichkeiten in Stellenausschreibungen. Foto: olezzo/AdobeStock

Nur wenige Unternehmen informieren potenzielle Bewerberinnen
und Bewerber über Möglichkeiten, remote zu arbeiten. Das geht aus der aktuellen
Umfrage “Future of Recruiting” des IT-Lösungsanbieters Softgarden hervor. An
der Online-Umfrage haben von Mai bis August 2021 3.561 Bewerberinnen und
Bewerber sowie 251 HR-Verantwortliche teilgenommen.  

Nur rund 23 Prozent der HR-Verantwortlichen schalten laut
der Befragung Anzeigen, in denen über die Möglichkeit informiert wird, ob man
remote arbeiten kann. Demgegenüber stehen rund 70 Prozent der Jobsuchenden, die
gezielt nach Tätigkeiten suchen, bei denen sie auch von zu Hause arbeiten
können.

“Remote Working als Angebot an Jobinteressenten stellt schon
jetzt einen Wettbewerbsvorteil im Recruiting dar”, wird Softgarden-Geschäftsführer
Mathias Heese in einer Pressemitteilung zitiert. “Noch zu wenige Arbeitgeber
nutzen die damit verbundenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt.”

Wunsch nach flexibler Wahl des Arbeitsortes bleibt
bestehen

Die Studie zeigt auch, dass die gezielte Suche nach
Remote-Jobs mehr als nur ein Trend sein dürfte. Drei Viertel der Bewerber
rechnen der Studie zufolge damit, dass Optionen, remote arbeiten zu können,
nach Corona entscheidend für die Wahl des Arbeitgebers bleiben werden. Bei den
HR-Verantwortlichen glauben das sogar rund 94 Prozent. Dennoch glauben nur 49
Prozent der HR-Verantwortlichen, dass ihr Unternehmen nach Corona häufiger Remote-Jobs anbieten wird.

Priorisierung der Bewerbenden

Von Remote-Work-Optionen abgesehen legen Bewerberinnen und
Bewerber viel Wert auf offene, authentische und ehrliche Kommunikation seitens
der Unternehmen (fast 52 Prozent geben dies an), ein gutes betriebliches
Gesundheitsmanagement (fast 46 Prozent) sowie auf Jobsicherheit (knapp 45
Prozent). Unternehmen, die es schaffen, diese Aspekte glaubhaft zu
transportieren, können demnach vermutlich häufiger Talente von sich überzeugen.

Weitere Studienergebnisse können Sie hier einsehen.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und betreut das Magazin als Projektleiter. Er kümmert sich außerdem um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.