Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Wie Unternehmen trotz Fachkräftemangel Mitarbeiter finden

Mehrere Personen stehen vor einem Whiteboard und bekommen etwas gezeigt.
Die Ergebnisse der Studie werden von den Studienleiterinnen und -leitern gemeinschaftlich betrachtet und diskutiert.

Während der deutsche Recruiting-Markt von der Forschung in der Breite bereits gut durchdrungen ist, gibt es wenig Evidenz zu händeringend gesuchten “Engpasstalenten” und den Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um sie für sich zu gewinnen. Die Studie betrachtet die Betroffenheit der befragten Unternehmen von Fachkräfteengpässen und untersucht, wie sie bei der Rekrutierung nach geeigneten Kandidaten vorgehen, welche Strategien sie hierbei nutzen und welche davon besonders Erfolg versprechend sind.

Die Studie “Wie Unternehmen trotz Fachkräftemangel Mitarbeiter finden” ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der Jobseite Indeed, des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) im Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) und der Personalwirtschaft.

In der Zeit vom 3. August bis zum 5. November 2018 nahmen insgesamt 420 Unternehmen an einer Onlinebefragung teil. Fast zwei Drittel der Teilnehmer an der Studie (80 Prozent) haben eine Funktion im HR-Bereich inne. Hierbei bildeten Recruiter die größte Gruppe (21 Prozent), gefolgt von Personalreferenten (16 Prozent) und Personalleitern (15 Prozent). Ebenso beantworteten Personen die Fragen, die keine HR-Position im Unternehmen innehaben, aber dennoch maßgeblich für die Personalrekrutierung zuständig sind. Hierzu zählen CEOs, Geschäftsführer und Vorstände (sieben Prozent) sowie Eigentümer/Inhaber des Unternehmens (fünf Prozent).

Die Teilnehmer kommen aus Unternehmen aller Größen: 28 Prozent beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter, ein Viertel (25 Prozent) hat zwischen 50 und 249 Beschäftigte, 22 Prozent der Unternehmen geben eine Mitarbeiterzahl zwischen 250 und 999 Mitarbeitern an und ein weiteres Viertel der befragten Unternehmen (25 Prozent) beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter.

An der Befragung nahmen Unternehmen aus nahezu allen Branchen teil. Schwerpunkte lagen, mit jeweils 14 Prozent, im Bereich IT-Dienstleistungen sowie in der Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung. Der Fragebogen hatte 14 Seiten und war in durchschnittlich zehn Minuten zu beantworten. Der Großteil der Fragestellungen war quantitativ angelegt. Die Teilnehmer hatten bei jeder Frage auch die (abgerückte, ausgegraute) Ausweichoption, “keine Angabe” zu wählen und damit die Beantwortung einzelner Fragen zu überspringen.

Ist Chefredakteur der Personalwirtschaft. Er ist unter anderem spezialisiert auf die Themen Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Innovations- und Veränderungsmanagement.