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Unternehmen verprellen Kandidaten durch fehlende mobile Angebote

Frau in Café mit Smartphone in der Hand
Wer sich per Smartphone über Jobs informiert, will sich oft auch gleich mobil bewerben.
Foto: © anyaberkut/Fotolia.de

Derzeit nutzen bereits rund drei Viertel der Fachkräfte (76,1 Prozent) in Deutschland das Smartphone, um nach Jobs zu suchen. 69,9 Prozent verwenden den PC oder Laptop und 28,5 Prozent ein Tablet. Die überwiegende Mehrheit – 91 Prozent – schaut sich dabei in Online-Jobbörsen um. Doch nicht nur die Suche nach einer Arbeitsstelle findet mobil statt: Knapp zwei Drittel der Jobsuchenden (65 Prozent) erwarten von Unternehmen, auch eine mobile Bewerbung zu ermöglichen. 73 Prozent geben an, dass sie sich mit einem Smartphone oder Tablet bewerben würden. Dabei erwarten 70 Prozent vom Unternehmen innerhalb einer Woche eine Rückmeldung. Jeder Achte erwartet sogar am Tag der Bewerbung oder am nächsten Tag eine Reaktion. Das geht aus einer Studie hervor, die > meinestadt.de gemeinsam mit der > Hochschule RheinMain unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Wolfgang Jäger durchgeführt hat. Für die Untersuchung wurden im Mai und Juni dieses Jahres 1520 Fachkräfte und 107 HR-Verantwortliche befragt.

Fast jeder Zweite bricht nicht mobil nutzbare Bewerbung ab

Die Studienergebnisse zeigen, dass beinahe die Hälfte (46,6 Prozent) der befragten Fachkräfte mit Berufsausbildung schon einmal eine Bewerbung abgebrochen hat, weil das Angebot mobil nicht gut nutzbar war. Auch hat mehr als jeder Zehnte bereits eine Bewerbung abgebrochen, weil die Stellenanzeige oder Karriereseite auf dem Smartphone “furchtbar” aussah.

Mobile Bewerbung bei weniger als einem Drittel der Unternehmen möglich

Die Befragung der Personalverantwortlichen ergab, dass sie bislang vor allem in die mobile Optimierung von Stellenanzeigen und der Karrierewebsite investiert haben, aber auch hier ist nur eine Minderheit auf dem neuesten Stand: 43,2 Prozent gaben an, selbst den Online-Karriereauftritt ihres Unternehmens in keiner Weise mobil optimiert zu haben. Und der Bewerbungsprozess ist aktuell bei weniger als einem Drittel der Unternehmen mobilfähig. Gefragt nach den Gründen, sagten 37,1 Prozent der HR-Verantwortlichen, bislang noch nicht über das Thema nachgedacht zu haben. Ein Fünftel der Personaler gab an, derzeit noch genug Bewerbungen über nicht-mobile Kanäle zu erhalten. Bei 14,3 Prozent fehlt es an technischen Kenntnissen und bei 11,4 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen lehnt die Geschäftsführungen den Wunsch nach mobilen Bewerbungsmöglichkeiten ab.

Für die mobile Bewerbung können traditionelle Prozesse nicht eins zu eins übernommen werden. Es braucht neue abgespeckte Lösungen wie die Kurzbewerbung,

empfiehlt Georg Konjovic, Geschäftsführer von meinestadt.de, Arbeitgebern. Wolfgang Jäger ergänzt, Bewerber seien es als Konsumenten gewohnt, dass es mobil schnell vorangeht. So beschleunige auch Mobile Recruiting die Erwartung der Kandidaten im Hinblick auf die Rückmeldung der Unternehmen. Darauf müssten Arbeitgeber reagieren, aber nicht nur bei mobilen Bewerbungen, sondern beim Rekrutierungsprozess insgesamt.

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