Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Young Professionals – wen und was sie wollen

Die Automobilbranche ist für junge Berufstätige hierzulande seit Jahren die die attraktivste Branche. Auch 2015 sind bei den jungen Ingenieuren BMW, Porsche und Audi die beliebtesten Arbeitgeber, gefolgt von Volkswagen und Daimler/Mercedes-Benz. Bei Young Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Abschluss liegt BMW vor Audi und Porsche, auf Platz vier kommt Google und Daimler/Mercedes-Benz belegt den fünften Platz. Bei jungen Informatikern ist Google das attraktivste Unternehmen, auf den nächsten Rängen liegen Microsoft, Audi, BMW und SAP. Auf dem Spitzenplatz junger Naturwissenschaftler befindet sich die Max-Planck-Gesellschaft, die nächsten Plätze nehmen Bayer, BASF, der Fraunhofer-Gesellschaft und Roche ein. Das sind Ergebnisse der Young Professional-Umfrage 2015 von Universum. Dafür wurden 7.810 Berufstätige mit Hochschulabschluss im Alter bis zu 40 Jahren befragt, die zwischen einem und acht Jahren Arbeitserfahrung nach Abschluss des Studiums haben.

Beratungsunternehmen steigen in der Beliebtheit auf

Zu den größten Aufsteigern der diesjährigen Umfrage gehören Rolls-Royce Powersystems, die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY (Ernst & Young) und PwC (PricewaterhouseCoopers) und das Automatisierungstechnik-Unternehmen Festo. Die größten Absteiger in den Top 50 sind die TÜV Rheinland Group, Amazon, BASF und die Deutsche Lufthansa.

Gutes Gehalt, Anerkennung und anspruchsvolle Tätigkeit am attraktivsten

Aus Sicht der jungen Akademiker sind vor allem Arbeitgeber attraktiv, die ein gutes Grundgehalt, die Anerkennung von Leistung und eine anspruchsvolle Tätigkeit bieten. Außerdem auf der Wunschliste stehen Führungskräfte, die die berufliche Entwicklung fördern, sowie Unternehmen, die interessante Produkte und Dienstleistungen anbieten. Bei den Prioritäten zeigen sich jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen sind Aspekte, die sich auf die Unternehmenskultur beziehen, etwa ein freundliches Arbeitsumfeld, wichtiger als Männern, für die ein hohes Einkommen in der Zukunft und die Möglichkeit, Führungsaufgaben zu übernehmen, mehr von Bedeutung sind als ihren weiblichen Kollegen.

Frauen wollen Work-Life-Balance, Männer Karriere

Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigen sich auch, was die langfristigen beruflichen Ziele angeht: So bezeichnen mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der jungen Frauen die Work-Life-Balance als besonders wichtiges Ziel, während es bei den Männern nur gut jeder zweite (55 Prozent) ist. Auch verstehen die Geschlechter nicht das Gleiche darunter: Frauen legen großen Wert darauf, dass sich Familien- und Karriereplanung nicht stören, Männer wünschen sich eher flexible Arbeitszeiten und ausreichend Freizeit. Intellektuell herausgefordert werden im Job wollen 57 der Frauen, aber lediglich 45 Prozent der Männer. Dagegen ist das Karriereziel, Führungsverantwortung zu übernehmen, für 46 Prozent der Männer, aber nur für 28 Prozent der Frauen eines der drei wichtigsten Karriereziele.

Jeder dritte junge Berufstätige will die Stelle wechseln

Danach gefragt, wie zufrieden sie mit ihrem derzeitigen Arbeitgeber sind, geben die Young Professionals den Grad auf einer zehnstufigen Skala im Schnitt mit 7,0 an. Bei den weiblichen jungen Berufstätigen liegt der Durchschnittswert bei 6,7, Männer sind mit 7,1 etwas zufriedener. Trotz der relativ hohen Zufriedenheit mit dem aktuellen Unternehmen plant etwa ein Drittel der Befragten, die Stelle innerhalb des kommenden Jahres zu wechseln, wobei sich die Frauen mit 36 Prozent wechselwilliger zeigen als die Männer, von denen sich 29 Prozent nach einem neuen Job umsehen wollen. Wichtigste Gründe für einen Jobwechsel sind eine bessere Vergütung und Zusatzleistungen sowie bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Informationen über die Rankings der beliebtesten Arbeitgeber nach Berufsgruppen gibt es > hier.