Das fachliche Potenzial aller Mitarbeitenden entfalten

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„Fakt ist: Uns gehen die Arbeitskräfte aus.“ Mit diesen eindringlichen Worten beschrieb Detlef Scheele, früherer Präsident der Bundesagentur für Arbeit, 2021 die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Seitdem hat sich die Lage nicht verbessert – ganz im Gegenteil: Unternehmen aller Größe und Branchen haben es immer schwerer, offene Stellen zu besetzen und qualifizierte Mitarbeitende zu halten. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Die Ursachen des Fach- und Führungskräftemangels sind vielfältig

In der vernetzten Belegschaft arbeiten Stammbelegschaft und Freelancer kompetenzbasiert zusammen. (erstellt mit KI; © Peter Schönwandt)

Eine zentrale Ursache des Fach- und Führungskräftemangels ist der demografische Wandel. Wenn die Lebenserwartung bei sinkender Geburtenrate steigt und die Babyboomer in den Ruhestand gehen, können jüngere Generationen die entstandene Lücke nicht schließen. Hinzu kommt ein umfangreicher Wertewandel. Viele Ältere sind fit und wollen weiterhin arbeiten. Doch anstatt die fachliche Erfahrung dieser Personengruppe für das eigene Business zu nutzen, setzen Firmen auf Millennials, die ihre Erfüllung allerdings nicht (nur) im Berufsleben sehen. Daneben möchte eine relevante Zahl an Menschen nicht berufstätig sein. So ist etwa die Erbengeneration finanziell unabhängig und kann frei entscheiden, zu arbeiten – oder auch nicht. Zudem herrscht ein globales Buhlen um Mitarbeitende, der viel zitierte „War for Talents“. Unternehmen überbieten sich im Kampf um erfahrene Professionals und ambitionierte Talente. Schon heute können Berufstätige ihren bevorzugten Arbeitgeber frei wählen. Diese Situation wird sich zukünftig verschärfen. Dies alles hat zur Folge, dass der klassische Arbeitsmarkt weitestgehend leergefegt ist. Doch parallel findet ein weiterer Umbruch statt: die Freelance Revolution. Weltweit wollen immer weniger Menschen in Festanstellung arbeiten. Darum steigt die Zahl der Freelancer – auch in Deutschland.

Die Transformation als Chance begreifen

Der Arbeitsmarkt wandelt sich. Diese Realität müssen Unternehmen akzeptieren. Natürlich geht dies mit etlichen Herausforderungen einher. Zugleich eröffnet diese globale Transformation neue Möglichkeiten: Wem es heute gelingt, innovative Konzepte für eine sich verändernde Arbeitswelt zu etablieren, wird davon morgen profitieren. Eine Lösung ist die Connected Workforce. Dabei geht es darum, die Stammbelegschaft mit Freelancern, wie etwa Interim Manager:innen, zu verstärken und eine vernetzte Belegschaft zu formen, in der alle Mitarbeitenden – ob festangestellt oder selbstständig – ihre fachlichen Kompetenzen optimal einbringen.

Mit Interim Management zur Connected Workforce

Unternehmen sollten das fachliche Potenzial ihrer festen und freien Mitarbeitenden optimal ausschöpfen. (erstellt mit KI; © Peter Schönwandt)

Um das Konzept der Connected Workforce praktisch umzusetzen, können Personalabteilungen die Methode des Flexible Workforce Managements nutzen. Es gilt, Mitarbeitende so einzusetzen, dass sie die ihnen übertragene Aufgabe bestmöglich erledigen. Dabei ist es zweitrangig, ob es sich um Festangestellte oder Freelancer handelt. Es geht einzig und allein darum, Positionen fachlich bestmöglich zu besetzen. Ein Interim Management Provider wie die Deutsche Interim AG vermittelt hochqualifizierte Interim Managerinnen und Manager an Unternehmen. Die spezialisierten Professionals unterstützen Firmen in einzelnen Projekten, bei umfangreichen Transformationsvorhaben oder im Falle personeller Lücken. Dabei sind die Ergebnisse besser, je effektiver die Externen mit der Stammbelegschaft zusammenarbeiten. Das heißt: Wenn es Personalabteilungen gelingt,

  • flexible Arbeitsmodelle zu unterstützen,
  • Abteilungen oder Projektgruppen kompetenzbasiert zusammenzustellen und
  • agil arbeitende und nahtlos integrierte Teams zu formen,

können sie das fachliche Potenzial ihrer festen und freien Mitarbeitenden optimal ausschöpfen. Es entsteht eine vernetzte Belegschaft, die eine Reihe an Vorteilen bietet:

  • Kostenvorteil: Befristete Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Fach- und Führungskräften, die dem Zeit- und Budgetrahmen entspricht.
  • Zeitvorteil: Zugriff auf fachlich geeignete Selbstständige innerhalb weniger Wochen oder Tage – statt langer Recruiting-Prozesse.
  • Leistungsvorteil: Temporäre Unterstützung durch Professionals, die Firmen dauerhaft weder halten noch bezahlen könnten.
  • Strategievorteil: Kurzfristiger Einsatz spezialisierter und sehr erfahrener Freelancer – ob für kurze Zeiträume oder umfangreiche Projekte.

Heute für morgen handeln

Die Zeit war nie reifer für ein Umdenken. Wer heute die strategischen, organisatorischen und strukturellen Weichen stellt, um seine Stammbelegschaft mit Freelancern zu verstärken, wird morgen einen Wettbewerbsvorteil haben.