Mitarbeiterbefragungen sind ein großartiges Tool, um Ihre Mitarbeitenden aktiv in die Unternehmensstrategie einzubeziehen und wertvolle Insights zu erhalten. Ist eine solche Befragung erst einmal abgeschlossen, stellt sich jedoch oft die Frage: Was tun mit den Ergebnissen?
Die effektive Nachbereitung von Befragungen ist der Schlüssel, um wirklich Veränderung im Unternehmen zu erzielen – ist aber gleichzeitig auch eine strategische Herausforderung, bei der es einiges zu beachten gibt. Damit bei Ihnen alles glattläuft, haben wir für Sie die 8 häufigsten Fehler bei der Nachbereitung von Mitarbeiterbefragungen zusammengefasst.
1. Keine Reaktion und unzureichende Folgemaßnahmen
Sie haben Ihre Befragung ausgewertet, wissen aber nicht, was die nächsten Schritte sind? Das Schlimmste, was Sie tun können, ist, gar nichts zu tun. Das frustriert Ihre Mitarbeitenden und verringert die Motivation, an zukünftigen Befragungen teilzunehmen.
2. Unzureichende Kommunikation
Mitarbeitende investieren Zeit und Mühe, um bei Befragungen konstruktives Feedback zu geben. Daher ist es wichtig, Ergebnisse transparent zu kommunizieren und aufzuzeigen, wie sich das Unternehmen auf Basis derer weiterentwickeln will. Fehlt diese Kommunikation, entsteht Misstrauen.
3. Mangelhafte Datenaufbereitung, fehlerhafte Interpretation
Je größer das Unternehmen, desto mehr Daten aus Mitarbeiterbefragungen müssen verarbeitet werden. Dies erfordert sorgfältige Vorarbeit und zuverlässige Systeme, um eine korrekte Datenerfassung sicherzustellen und irreführende Erkenntnisse zu vermeiden.
4. Ausschließlich quantitative oder qualitative Daten
Setzen Sie im Rahmen Ihrer Befragung ausschließlich auf quantitative oder qualitative Fragen, erhalten Sie unter Umständen kein vollständiges und nutzbares Bild von der Situation Ihrer Organisation.
5. Fehlende Datensegmentierung
Ein unterschätztes Werkzeug bei der Vorbereitung einer Befragung ist die Datensegmentierung – essenziell, um abteilungsspezifische Einblicke zu erhalten. Fehlt dieser Schritt, können Maßnahmen ins Leere laufen, da Sie nicht auf die Bedürfnisse einzelner Teams eingehen können.
6. Fehlende Vergleiche mit Branchenstandards
Mitarbeiterbefragungen können nicht nur für interne Insights, sondern auch beim externen Benchmarking hilfreich sein. Nutzen Sie diese Möglichkeit nicht, gehen Ihnen wichtige Vergleichswerte und damit eine Menge Optimierungspotenzial verloren.
7. Mangelnde Anonymität und Ignorieren von negativem Feedback
Anonymität ist bei Mitarbeiterbefragungen essenziell – besonders, um kritisches Feedback zu erhalten und so echtes Verbesserungspotenzial aufzudecken. Bekommen Mitarbeitende das Gefühl, dass Anonymität nicht gewährleistet ist, verwehren Sie sich selbst die Chance auf nutzbaren Input.
8. Unregelmäßige Erhebungen
Globale Mitarbeiterbefragung sind ein wichtiges Tool, um einen guten Gesamtüberblick über die Situation des Unternehmens bekommen. Leider liefern sie jedoch nur selten dezidierte Einblicke in Entwicklungen einzelner Teams und Abteilungen.
Fazit: Strategie und Kontinuität
Der wichtigste Aspekt, um Mitarbeiterfeedback erfolgreich in die Unternehmensentwicklung einfließen zu lassen: Sie benötigen eine Strategie zur Nachbereitung. Und zwar eine, die sowohl ein agiles Tool zur Datenauswertung als auch eine Planung der Kommunikation und Umsetzung von Maßnahmen beinhaltet.
Mit einer strategischen Vorgehensweise im Follow-up-Prozess entlasten Sie das verantwortliche Projektteam von vorneherein maßgeblich und sparen im Anschluss an die Befragung wichtige Ressourcen. So wird Ihre Employee Listening Journey garantiert zum Erfolg!
