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Alle Jahre wieder: Weihnachtsgeld, wem es winkt und wieviel

Euroscheine aufgefächert, darauf Päckchen mit Weinhachtsgeschenken
Rund jeder dritte Arbeitnehmer investiert sein Weihnachtsgeld in Geschenke.
Foto: © pattilabelle/StockAdobe

Im November hat > Gehalt.de 1490 Beschäftigte in Deutschland zum Thema Weihnachtsgeld befragt. Danach können sich 55 Prozent über das Extra am Jahresende freuen. Allerdings bekommen acht Prozent die Zusatzzahlung nur unregelmäßig. Während von den Männern 59 Prozent in den Genuss des Zuschlags kommen, sind es bei den Frauen nur 48 Prozent. Im Schnitt beträgt das Weihnachtsgeld oder der Bonus 2600 Euro. Auch hier zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede: Männliche Arbeitnehmer bekommen im Mittel 3000 und Frauen 1950 Euro. Die Höhe des Weihnachtsgeldes hängt stark von Ausbildung, Alter und Position ab: Fachkräfte bekommen durchschnittlich 2213 Euro, Führungskräfte 3651 Euro. Mitarbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung erhalten 2025 Euro und Akademiker 3397 Euro. Beschäftigte unter 30 Jahren kommen erst auf 1600 Euro, ihre Kollegen ab 45 beziehen rund 2900 Euro.

Die meisten Arbeitnehmer sind eher zufrieden bis zufrieden mit dem Betrag

Fast vier von zehn Berufstätigen (39,4 Prozent) sind mit der Höhe ihres Weihnachtsgelds zufrieden. Weitere 30,1 Prozent geben an, eher zufrieden zu sein. 16,3 Prozent bezeichnen sich schon als eher unzufrieden und 14,2 Prozent sind explizit unzufrieden. Frauen sind weniger zufrieden als ihre männlichen Kollegen. Insgesamt erhalten die Unzufriedenen mit im Schnitt 1400 Euro deutlich weniger als die Hälfte der 3200 Euro, die die Zufriedenen bekommen.

Gut jeder Vierte hätte anstelle des Weihnachtsgeld lieber mehr Freizeit

Die Frage, ob Weihnachtsgeld oder ein Jahresbonus Gründe seien, beim Arbeitgeber zu bleiben, verneinten 44 Prozent der Studienteilnehmer. 39 Prozent bejahten sie und 17 Prozent konnten keine Antwort geben. Statt des Geldzuschusses am Jahresende würden sich 28,1 Prozent der Befragten lieber mehr Freizeit wünschen, von den 45- bis 60-Jährigen sogar jeder zweite. 12,1 Prozent würden statt der einmaligen Zahlung monatliche Gutscheine bevorzugen, um das ganze Jahr über etwas mehr zu verdienen. Fast ebenso viele (11, 5 Prozent) wünschen sich statt des Weihnachtsgeldes Sachleistungen für den privaten Gebrauch, zum Beispiel ein Smartphone oder einen Laptop.

42 Prozent sparen das Geld für schlechte Zeiten oder zahlen Schulden ab

Die Arbeitnehmer sollten auch Auskunft darüber geben, wie sie die Weihnachtsgratifikation verwenden. Gut jeder Dritte (35 Prozent) hat keine konkreten Pläne, sondern freut sich einfach, mehr Geld zur Verfügung zu haben. 31 Prozent verwenden den Bonus, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Jeder Vierte (25 Prozent) spart das Geld für schlechte Zeiten und 17 Prozent zahlen damit Schulden ab. Rund 14 Prozent finanzieren davon ihren Urlaub, acht Prozent für Sonstiges und fünf Prozent spenden den Betrag oder einen Teil davon für wohltätige Zwecke.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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