„Mind the gap“ – diese Ansage kennt man aus der U-Bahn von London. Sie macht auf Lücken zwischen Zug und Bahnsteigkante aufmerksam. Abstände zu erkennen war auch der Ausgangspunkt für das Projekt „Lückenfüller? Wir wollen richtig Schluss machen – mit der Gender-Pay-Gap“, mit dem ein Team bei Siemens Energy den Abbau von Gehaltsunterschieden zwischen den Geschlechtern vorangetrieben hat.
Info
Siemens Energy
Der börsennotierte Energie- und Technikkonzern mit Sitz in München wurde 2020 als Spin-off aus der Siemens AG ausgegliedert. Seitdem ist Siemens Energy eigenständig. Kerngeschäft sind die Bereiche Stromerzeugung, -übertragung und Netztechnologie. Zu den Produkten gehören unter anderem Gas- und Dampfturbinen, Generatoren und Transformatoren. Derzeit werden eigenen Angaben zufolge in rund 90 Ländern etwa 99 000 Mitarbeitende beschäftigt. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 34,5 Milliarden Euro.
Das Ganze begann im Herbst 2020, nachdem die Konzernmutter Siemens ihre Energiesparte als Spin-off ausgegliedert hatte. Seitdem wurde im Unternehmen regelmäßig der Gender Pay Gap (GPG) erhoben und diese Berechnung in Reports an die Verantwortlichen aufgegriffen.
Ein Grundgedanke dabei war es, „dass echte Chancengleichheit und faire Vergütung nicht nur ethische Grundpfeiler sind, sondern auch entscheidend für unseren langfristigen Erfolg als attraktiver Arbeitgeber“, sagt Carolin Lachner, Compensation Consultant bei Siemens Energy. Nachdem das Team um Lachner in weiteren Analysen herausgefunden hatte, dass das Unternehmen „zwar im Branchenvergleich eine solide Basis“ aufwies, wurde das Thema dann mit wissenschaftlicher Unterstützung systematisch und strategisch bearbeitet.
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