Volkswagen steht vor einer ungewöhnlich komplizierten Personalie. Seit dem Ausscheiden von Gunnar Kilian im Juli vergangenen Jahres ist die Position des Personalvorstands unbesetzt, und eine Nachfolge ist nicht in Sicht. Der Konzern betont zwar, man suche „ohne Hektik“ nach der besten Lösung, doch hinter den Kulissen zeigt sich, wie herausfordernd diese Besetzung tatsächlich ist.
Kilians Amtszeit prägte Krisenjahre
Kilian hatte die Position des Personalvorstands seit 2018 inne. Der gelernte Journalist war mehr als 20 Jahre bei VW, zunächst als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, später unter anderem als Geschäftsführer des Konzernbetriebsrats. In seiner Zeit als Personalvorstand begleitete er den Konzern durch turbulente Jahre: Corona-Pandemie, Halbleiter- und Energiekrise, Restrukturierungen bei der Tochter MAN Truck & Bus sowie das Sanierungsprogramm „Zukunft VW“. Das Sanierungsprogramm sieht unter anderem den Abbau von etwa 35.000 Stellen bis 2030 vor. „Das alles hätte mehrere Berufsleben füllen können“, schrieb Kilian selbst auf Linkedin.
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