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Andrea Nahles, Katrin Krömer und Vanessa Ahuja vor Einzug in BA-Vorstand

In einer gemeinsamen Erklärung haben der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in der vergangenen Woche Andrea Nahles als Vorstandsvorsitzende sowie Dr. Katrin Krömer und Vanessa Ahuja als neue Vorstandsmitglieder der Bundesagentur für Arbeit (BA) benannt. Während Nahles durch die Arbeitnehmerseite vorgeschlagen wurde, wurden Krömer und Ahuja von der Arbeitgeberseite ins Spiel gebracht. Alle drei müssen noch durch den Verwaltungsrat und alle dort vertretenen Gruppen gewählt werden. Die Bundesregierung muss den Personalien ebenfalls noch zustimmen.

Die ehemalige Bundesarbeitsministerin Nahles würde als Vorstandsvorsitzende die Nachfolge von Detlef Scheele antreten. Der 65-Jährige ist seit 2017 BA-Chef und geht bald in den Ruhestand. Die BA mit Hauptsitz in Nürnberg gilt mit rund 100.000 Mitarbeitern als größte deutsche Behörde.

Langjährige Erfahrungen in Sachen Arbeitsmarktpolitik

Auch Katrin Krömer und Vanessa Ahuja bringen teils langjährige Erfahrungen in Sachen Arbeitsmarktpolitik mit. Krömer, seit rund vier Jahren Leiterin Personal- und Führungskräfteentwicklung bei der Deutschen Bahn sowie Beisitzerin im Präsidium des Bundesverbandes der Personalmanager, arbeitete von 2009 bis 2015 als Geschäftsführerin Personal, Finanzen und weitere interne Services bei der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.

Vanessa Ahuja leitet seit September 2019 die Abteilung „Arbeitsmarktpolitik, Ausländerbeschäftigung, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung für Arbeitsuchende“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Davor war sie von 1995 bis 1999 Referentin für Arbeitspolitik bei der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Sie gilt als ausgewiesene BA-Kennerin und sitzt für die öffentliche Hand bereits im Verwaltungsrat.

Die Aufgaben, denen sich die BA in den kommenden Jahren stellen muss, sind nicht eben klein: Neben der Bewältigung der Pandemie-Folgen soll die Bundesagentur nach dem Willen der Ampelkoalition künftig eine stärkere Rolle bei der „Qualifizierung und Beratung“ zukommen, wie es im Koalitionsvertrag heißt. Zudem soll die BA mit einem ans Kurzarbeitergeld angelehnten Qualifizierungsgeld Unternehmen im Strukturwandel ermöglichen, ihre Beschäftigten durch Qualifizierung zu halten und Fachkräfte zu sichern. Ferner ist eine Reform der Hartz-IV-Gesetzgebung geplant, die von der Bundesagentur federführend umgesetzt werden soll.

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Ist Redakteur der Personalwirtschaft. Er ist spezialisiert auf die Themen Arbeitsrecht und Outsourcing und verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft.