Welche Themen treiben Personalerinnen und Personaler im noch jungen Jahr 2026 um? Ist es der zunehmende KI-Einsatz? Oder die sich wandelnde Rolle von HR? Sind es ganz andere Fragen? Beim HR BarCamp am 12. und 13. Februar in Berlin haben es die Teilnehmenden selbst in der Hand zu bestimmen, worüber diskutiert wird.
Jannis Tsalikis, einer der Gründer des Formats, erklärt, wie die Veranstaltung funktioniert: „Das HR BarCamp ist eine Unkonferenz, also ein Mitmach-Event ohne vorgegebene Agenda. Zu Beginn werden Themen gepitcht, über die dann abgestimmt wird. Die Sessions sind interaktiv – Diskussionen, Workshops, Erfahrungsaustausch statt Frontalvorträgen.“
Aktuelle Fragen, interaktives Format
Interaktivität und Mitgestaltung durch die Teilnehmenden sind zentrale Merkmale des 2012 erstmals durchgeführten Events. Dass diese aber – anders als manch andere HR-Veranstaltung – ein Dauerbrenner würde, ist auch für Tsalikis durchaus eine Überraschung. „Ganz ehrlich: Wir haben gehofft, aber nicht sicher geglaubt, dass das Format so lange überlebt.“
Das Geheimnis des Erfolges liege jedoch in der Mischung aus echter Partizipation und einer entspannten Atmosphäre. „Die Community gestaltet die Inhalte selbst mit – das sorgt für Relevanz und Aktualität. Dabei herrscht immer eine freundschaftliche Atmosphäre auf Augenhöhe. Keine Hierarchien, keine Sales-Pitches, sondern ehrlicher Austausch.“
Worum es in diesem Jahr konkret gehen wird, ist daher naturgemäß noch offen. Trotzdem gibt es bereits Vorschläge. „Ein paar HR BarCamper haben bereits Themenvorschläge kundgetan“, so Tsalikis. BarCamp-Mitveranstalter Christoph Athanas etwa schlägt eine Session mit diesem Titel vor: „HR-AI real talk – Was bringt KI im HR-Bereich? Wo sind Chancen, Hürden, falsche Erwartungen?“ HR-Professor Peter Wald will der Frage nachgehen, wie es mit dem Thema Deskless Work weitergeht.
Tsalikis selbst würde „die Zukunftsfrage stellen, ‚HR Survival of the Fittest?! Wie sieht HR in der Zukunft aus?‘. Ob diese Themen aber tatsächlich erörtert werden, wird sich erst vor Ort zeigen. „Das Session-Pitching kommt ja noch und dann müssen die Vorschläge noch gewählt werden – es bleibt also spannend!“
[Eine Zusammenfassung der bisherigen Themenvorschläge finden sie hier: https://hrbarcamp.org/themen-2026/ ]So funktioniert ein Pitch
Was Teilnehmende, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt tun müssen, um es beim BarCamp zur Debatte zu stellen, erklärt Tsalikis so: „Es gibt einen passenden Bogen, auf dem man den Session-Titel und eine kurze Beschreibung schreibt. Ein griffiger, knackiger Titel ist dabei schon fast die halbe Miete. Beim Pitch hält man dann den Bogen hoch, stellt sich kurz vor und versucht das eigene Thema mit spannenden zwei bis drei Thesen zu präsentieren und schmackhaft zu machen.“
Die Themen, die beim Pitch genügend Stimmen erhalten, landen schließlich auf der Agenda. Tsalikis betont jedoch, dass auch Themen, die es nicht auf die Agenda schaffen, nicht verloren sind: „Wenn ein Vorschlag keine fünf oder sechs Stimmen bekommt, ist das Thema vielleicht nicht spannend genug für die Allgemeinheit, aber es gibt genügend Pausenzeiten und Möglichkeiten, sich zum eigenen Thema mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.“
Info
HR BarCamp 2026
Das HR BarCamp findet am 12. und 13. Februar statt. Es richtet sich an HR-Praktikerinnen und -Praktiker, Dienstleister und Fachleute aus der Wissenschaft, die Interesse an einem interaktiven Austausch und der Mitgestaltung von Themen haben. Tickets sind noch erhältlich. Die Preise liegen zwischen 259 Euro für Personalerinnen und Personaler und 346 Euro für Dienstleister und Berater. Der Veranstaltungsort ist in Berlin-Mitte, Caroline-Michaelis-Straße 1 (Diakonie Deutschland).
Christina Petrick-Löhr betreut das Magazinressort Forschung & Lehre sowie die Berichterstattung zur Aus- und Weiterbildung. Zudem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft sowie den Deutschen Personalwirtschaftspreis.

