HR in der Zeitenwende: Die Top-Personalwechsel des Jahres 

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Rückblick – Dezember 2024. Bei der damaligen Wahl der Sesselwechsel des Jahres landet eine Personalie ganz vorn: Dr. Ursula Biernert-Kloß. Die erfahrene Personalerin hatte im Oktober zuvor eine der wohl spannendsten Positionen der HR-Welt angenommen: Die der Personalchefin bei Rheinmetall. Der Rüstungskonzern ist seit der von Olaf Scholz (SPD) nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine ein Schlüsselunternehmen bei der so genannten Zeitenwende – und daher stramm auf Wachstumskurs. Diesen formulierte Biernert-Kloß wenige Monate später im Interview mit der Personalwirtschaft: „Ich schätze, dass wir in den nächsten drei Jahren die Marke von 40.000 Beschäftigten erreichen.“ 

Doch noch nicht einmal ein Jahr später ist Rheinmetall zwar weiter auf Wachstumskurs, die Personalie Biernert-Kloß aber schon wieder Geschichte. Unterschiedliche Vorstellungen über strategische Fragestellungen hätten zur Trennung geführt, ließ das Unternehmen seinerzeit verlauten. 

Und damit zurück in die Gegenwart – denn bei der diesjährigen Wahl zum Sesselwechsel des Jahres liegt ihre Nachfolgerin Vera Saal mit großem Abstand vorn. Erneut haben die Expertinnen und Experten, die die Personalwirtschaft einmal im Jahr zu den wichtigsten Personalien des Jahres befragt, Rheinmetall also auf die Spitzenposition gewählt. Saal bringt, anders als Biernert-Kloß seinerzeit, eine Menge Stallgeruch mit – und könnte damit vielleicht eher in der komplizierten politischen und wirtschaftlichen Gemengelage, in der sich das Unternehmen gerade befindet, vielleicht für die nötige Stabilität sorgen.  

Knappes Rennen um die Plätze 

Während Vera Saal einen klaren Platz 1 für sich beanspruchen kann, war das Rennen um die Plätze 2 und 3 deutlich knapper. Auffällig dabei: Auf Platz 2 finden sich ebenfalls gleich zwei Personalien, die auch mit der Rüstungsindustrie zusammenhängen. So wurde der Wechsel von Angelika Kambeck zu Thyssenkrupp Marine Systems ebenso von den Expertinnen und Experten als sehr relevant beurteilt, wie der von Carmen Maja-Rex, die von Heidelberg Materials zu Airbus wechselte. Einzig der Start von Inga Dransfeld-Haase, die von BP Europe zu Tüv Nord kam, fällt hier aus dem Rahmen.  

Auf Platz 3 wiederum sind zwei Personalien von Konzernen, die sich in einer Transformation befinden, also auch eine Art Zeitenwende. Bei Continental verließ die langjährige Personalchefin Dr. Ariane Reinhart den Konzern, die Nachfolgerin Ulrike Hintze wurde von den Expertinnen und Experten auf den dritten Platz gewählt. Auch Thyssenkrupp befindet sich im Umbruch – und diesen soll Wilfrid von Rath auf der CHRO-Position gestalten. Er tritt die Nachfolge von Oliver Burkhard an, der sich nunmehr auf die Rolle als CEO bei Thyssenkrupp Marine Systems konzentriert – und damit Boardkollege der Zweitplatzierten Angelika Kambeck wurde. 

Info

Wahl spiegelt Trends wider 

In der Sesselwechselwahl zeigt sich, was sich auch insgesamt in der HR-Szene zeigt: In Zeiten der Transformation stehen HR-Spitzenpositionen im Blickpunkt. Keine Überraschung, dass sich unter den Unternehmen mit den wichtigsten Personalien diejenigen befinden, die sich gerade in einem massiven Umbruch befinden.  

Die Strategien unterscheiden sich jedoch: Während Continental und Rheinmetall auf interne Lösungen setzen haben vor allem die beiden Thyssenkrupp-Unternehmen auf Personen gesetzt, die zuvor in der Beratung tätig waren – und so voraussichtlich einen ganz neuen Blick auf die Herausforderungen mitbringen.  

Platz 1  

Vera Saal – die Gewinnerin 

Vera Saal, Arbeitsdirektorin von Rheinmetall. Foto: Rheinmetall

Bei der Sesselwechselwahl 2025 gab es eine klare Entscheidung: Vera Saal ist Gewinnerin der diesjährigen Sesselwechselwahl. Saal übernahm im September 2025 die Position der Arbeitsdirektorin im Vorstand des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Ihre Ernennung markiert einen Höhepunkt in einer Karriere, die sich über 15 Jahre im Unternehmen erstreckt und geprägt ist von ständigen Aufstiegen. 

Saal ist seit 2010 bei Rheinmetall und hat sich stetig durch das Unternehmen gearbeitet. Ihre Reise begann aber 2007 als Rechtsanwältin in einer Kanzlei mit dem Fokus auf Arbeitsrecht. 2009 wechselte sie zur Generali, wo sie als Syndikusrechtsanwältin tätig war. Nur ein Jahr später, 2010, zog es sie zu Rheinmetall. 

Zunächst als Senior Legal Counsel für Personalpolitik und Arbeitsrecht gestartet, stieg sie schnell auf. Bereits 2012 übernahm sie die Leitung des Zentralbereichs für Personalpolitik und Arbeitsrecht. Ihr Weg führte sie weiter nach oben: 2017 wurde sie Senior Vice President für Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen und Pensionsangelegenheiten. Ein Jahr später kamen auch die Benefits zu ihrem Aufgabenbereich hinzu. 2024 übernahm sie schließlich als Senior Vice President die Verantwortung für Total Rewards und trat in den Divisionsvorstand für Power Systems ein. Im selben Jahr wurde sie zudem Executive Vice President für Arbeitsbeziehungen. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

Ihre bisherige Reise kulminiert nun in ihrer Ernennung zum Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektorin im September 2025. „Ihr Aufstieg steht für Kontinuität, Fachkompetenz und den klaren Willen, die Transformation von Rheinmetall als moderner Technologiekonzern auch kulturell voranzutreiben. Mit Saal gewinnt der Vorstand eine Führungspersönlichkeit, die rechtliche Präzision, HR-Exzellenz und unternehmerisches Gespür vereint.“ Heinz Schannath, Dr. Schannath Executive Search 

„Der Wechsel an der HR-Spitze kommt für Rheinmetall zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt. Durch die Wahl einer langjährig etablierten Mitarbeiterin, die die Kultur und Prozesse bei Rheinmetall seit vielen Jahren kennt und mitprägt, schafft Rheinmetall Kontinuität und Veränderung zugleich, was ein strategisch wichtiger Schritt – auf dieser bedeutenden Funktion – für die kommenden Jahre sein kann.“ Benjamin Renk, Mercuri Urval 

„Nach strategischen Differenzen setzt das Unternehmen mit Dr. Vera Saal auf eine erfahrene interne Nachfolgerin, die die DNA der Organisation kennt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Transformation und geopolitischen Herausforderungen ist Vertrauen in Führung ein zentraler Erfolgsfaktor.“ Katharina Engfer, Engfer Consulting und Engfer Blue Recruiting 

„Ihr Wechsel ist prägend für die HR-Szene, da sie nach einer strategischen Neuaufstellung und Vorstandsumstrukturierung diese bedeutende Position übernimmt.“ Ramona Kraft, Odgers 

„Ihr Aufstieg steht für Kontinuität, Fachkompetenz und den klaren Willen, die Transformation von Rheinmetall als moderner Technologiekonzern auch kulturell voranzutreiben. Mit Saal gewinnt der Vorstand eine Führungspersönlichkeit, die rechtliche Präzision, HR-Exzellenz und unternehmerisches Gespür vereint.“ Heinz Schannath, Dr. Schannath Executive Search 

„Der Wechsel an der HR-Spitze kommt für Rheinmetall zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt. Durch die Wahl einer langjährig etablierten Mitarbeiterin, die die Kultur und Prozesse bei Rheinmetall seit vielen Jahren kennt und mitprägt, schafft Rheinmetall Kontinuität und Veränderung zugleich, was ein strategisch wichtiger Schritt – auf dieser bedeutenden Funktion – für die kommenden Jahre sein kann.“ Benjamin Renk, Mercuri Urval 

„Nach strategischen Differenzen setzt das Unternehmen mit Dr. Vera Saal auf eine erfahrene interne Nachfolgerin, die die DNA der Organisation kennt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Transformation und geopolitischen Herausforderungen ist Vertrauen in Führung ein zentraler Erfolgsfaktor.“ Katharina Engfer, Engfer Consulting und Engfer Blue Recruiting 

„Ihr Wechsel ist prägend für die HR-Szene, da sie nach einer strategischen Neuaufstellung und Vorstandsumstrukturierung diese bedeutende Position übernimmt.“ Ramona Kraft, Odgers 

Platz 2  

Inga Dransfeld-Haase – die Netzwerkerin 

Personalvorständin Inga Dransfeld-Haase hat ihr Mandat bei BP Europa niedergelegt und verlässt das Unternehmen (Foto BP Europa)
Inga Dransfeld-Haase, Personalchefin von TÜV Nord. Foto: BP Europa

Inga Dransfeld-Haase wechselte im September 2025 von ihrer Position als Personalvorständin bei BP Europa zur Personalchefin von TÜV Nord. In dieser Funktion trägt sie die Verantwortung für mehr als 15.000 Mitarbeitende.

Mit dem Wechsel verließ sie nicht nur die Mineralölbranche, sondern trat eine zentrale Rolle in einem international tätigen Prüf- und Zertifizierungsunternehmen an. 

Außerdem war sie viele Jahre Präsidentin des Bundesverbandes der Personalmanager*innen (BPM) und hat durch ihre Aktivitäten in den Sozialen Medien und auf Veranstaltungen große Bekanntheit erlangt und gilt als eine der zentralen Stimmen der HR-Szene. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

 „Ein bedeutendes Signal für die Professionalisierung des HR-Managements in traditionellen Technikbranchen.“ Chiara Weimer, Russell Reynolds 

„Der Wechsel von Inga Dransfeld-Haase zu Tüv Nord ist für mich der HR-Coup des Jahres 2025. Seit Langem wurde in HR-Kreisen spekuliert, wohin es eine der bekanntesten und profiliertesten Persönlichkeiten der deutschen HR-Landschaft als Nächstes ziehen würde. Mit ihr gewinnt TÜV NORD nicht nur eine erfahrene Personalvorständin, sondern eine Vordenkerin, die strategische Weitsicht, Transformationskraft und Menschlichkeit vereint. Ihr Einstieg verleiht dem Personalressort neue Strahlkraft, Einfluss und Relevanz – sowohl innerhalb des Konzerns als auch in der gesamten HR-Community.“ Tobias Krähahn, The People Hive 

„Mit Inga Dransfeld-Haase zieht eine starke Stimme für die Profession in den Vorstand ein. Sie steht für die strategische Bedeutung von HR in Zeiten des Wandels. Ihre Erfahrung und ihr Engagement als frühere BPM-Präsidentin machen sie zu einer zentralen Impulsgeberin für Themen wie Fachkräftesicherung, Transformation und Kulturwandel.“ Doris Walger, HRblue 

„Inga Dransfeld-Haase ist ein Role Model wenn es darum geht, den HR-Bereich als strategische Unit zu etablieren. Sie ist eine engagierte und zielstrebige Persönlichkeit mit langjähriger HR-Erfahrung. Sie führt bei der TÜV Nord Group die bereits begonnene Transformation weiter, und formt damit eine neue Arbeitskultur.“ Florian Wagner, Hays 

Angelika Kambeck – die Mutige 

Angelika Kambeck wird ab Juni CHRO bei Thyssenkrupp Marine Systems. (Foto: Thyssenkrupp Marine Systems)
Angelika Kambeck, CHRO von Thyssenkrupp Marine Systems. Foto: Thyssenkrupp Marine Systems

Angelika Kambeck trat im Juli 2025 in die Geschäftsführung von Thyssenkrupp Marine Systems ein und übernahm dort die Rolle der Chief Human Resources Officer (CHRO). Zuvor war sie drei Jahre lang als selbständige HR-Beraterin tätig.

Ihre berufliche Laufbahn führte sie zuvor für fünf Monate als CHRO zu CWS, einem Unternehmen, das auf Arbeitskleidung spezialisiert ist. Davor sammelte Kambeck mehr als elf Jahre Erfahrung bei Klöckner, einem führenden Metall- und Stahlverarbeiter.  Sie bringt also viel Know-How in der HR-Arbeit mit – trotzdem hat der Wechsel von der Beratung zurück in die Corporate-Welt für viel Aufmerksamkeit gesorgt. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

„Kambeck übernimmt als CHRO und Arbeitsdirektorin die HR-Verantwortung für mehr als 8.000 Fachkräfte in einem stark projekt- und sicherheitsgetriebenen Schiffbauumfeld.“   Michael Faller, Baumann Unternehmensberatung 

„Der Wechsel von Angelika Kambeck markiert einen bemerkenswerten Schritt – aus der Freiberuflichkeit zurück in eine zentrale Konzernfunktion, in einem Umfeld, das stark wächst, sicherheitsrelevant ist und gesellschaftspolitisch an enormer Bedeutung gewonnen hat.“ Tobias Krähahn, The People Hive 

„Angelika Kambeck verbindet unternehmerische Erfahrung, kommunikative Stärke und Transformationskompetenz in besonderer Weise. Ihre Berufung an die Spitze von thyssenkrupp Marine Systems steht für die zunehmende Bedeutung von HR in technologieintensiven Industrieunternehmen. Sie gilt als strategisch denkende, zugleich nahbare Führungspersönlichkeit, die kulturellen Wandel pragmatisch vorantreibt. Mit ihrer Fähigkeit, Organisationen zu stabilisieren und zugleich zu erneuern, verkörpert sie eine moderne HR-Leiterin, die Menschen, Prozesse und Zukunftsthemen gleichermaßen in Einklang bringt.“ Anna-Maria Karl, Kienbaum 

„Angelika Kambeck ist als Personalwechsel des Jahres 2025 in Betracht zu ziehen, weil sie als neue CHRO und Arbeitsdirektorin bei Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in einer Phase von besonderer strategischer Bedeutung übernimmt. Sie hat den Börsengang im Oktober 2025 aktiv mit vorbereitet und damit entscheidend dazu beigetragen, TKMS als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen zu positionieren. Ihre zusätzliche Erfahrung aus der eigenen Gründung und Selbständigkeit macht diesen Wechsel besonders herausragend.“ Florian Wagner, Hays 
 

Carmen-Maja Rex – die Erfahrene 

Carmen-Maja Rex, CHRO von Airbus. Foto: Collage/Airbus

Carmen-Maja Rex übernahm im April 2025 die Position der Chief Human Resources Officer (CHRO) bei Airbus. Zuvor war sie mehr als fünf Jahre lang als Director Group HR bei Heidelberg Materials tätig.

Bevor Rex zu Heidelberg Materials kam, war sie bei Siemens, wo sie zehn Jahre verbrachte und in den letzten neun Monaten als Global Head of HR Strategy & Transformation die globale Personalstrategie verantwortete. Nicht zuletzt auch durch ihre langjährige Arbeit als Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Personalführung bringt Rex jede Menge Erfahrung und ein starkes Netzwerk mit. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

„Ein Wechsel in eine Schlüsselfunktion bei einem europäischen technologiegetriebenen Konzern – sie verantwortet die HR-Strategie in einer Branche mit massiven Fachkräfte- und Innovationsanforderungen.“ Chiara Weimer, Russell Reynolds 

„Rex kann DAX! Schon bei Heidelberg Materials eindrucksvoll bewiesen – und nun mit dem Wechsel in eine rund dreimal so große Organisation konsequent fortgeführt. Ein bemerkenswerter Karriereschritt innerhalb des DAX-Umfelds!“ Tobias Krähahn, The People Hive 

„Carmen-Maja Rex steht für ein modernes, internationales HR-Selbstverständnis, das strategische Weitsicht, kulturelle Transformation und digitale Exzellenz vereint. Nach prägenden Stationen bei Siemens und Heidelberg Materials bringt sie tiefgreifende Erfahrung in globaler HR-Organisation, Change-Management und Führungskräfteentwicklung mit. Ihr Ansatz, Kultur und Performance als gleichwertige Erfolgsfaktoren zu verstehen, prägt die neue HR-Ausrichtung von Airbus. Mit ihrer Haltung, analytischer Klarheit und empathischer Führungskraft wird sie die People-Agenda in einem hochdynamischen Technologie- und Industrieumfeld maßgeblich gestalten.“ Anna-Maria Karl, Kienbaum 


 

Platz 3  

Ulrike Hintze – die Aufsteigerin 

Ulrike Hintze, Arbeitsdirektorin Continental. Foto: Continental

Ulrike Hintze ist seit über sechs Jahren bei Continental tätig. Im Juli 2025 wurde sie in den Vorstand des Unternehmens berufen und leitet seither als Arbeitsdirektorin die Personalabteilung.

Zuvor war sie mehr als zehn Jahre lang bei Wabco, einem Hersteller von Bremssystemen, tätig, das heute zu ZF gehört. Ihre letzte Position dort war die der HR Director Europe. Nun ist sie an der Spitze des Automobilzulieferers angekommen. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

„Im Zuge der strategischen Neuausrichtung Continental’s gibt es an oberster HR-Spitze ebenfalls einen Sesselwechsel. Mit der Wahl von Ulrike Hintze wählt das Unternehmen Kontinuität und Stabilität in einem Schlüsselbereich und bringt so viel Wissen und Erfahrung in die Personalfunktion, die in der Dynamik des Wandels des Gesamtunternehmens wichtige neue Impulse setzen wird, aber zugleich auch Stabilität für viele Mitarbeitende verkörpert.“ 
Benjamin Renk, Mercuri Urval 

„Ulrike Hintze gilt als Personalwechsel des Jahres 2025, weil sie mitten in einer tiefgreifenden Umstrukturierung bei Continental die zentrale Rolle als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin übernimmt. Ihr Wechsel markiert nicht nur die Nachfolge von Ariane Reinhart, die nach über zehn Jahren überraschend ausscheidet, sondern fällt auch in eine Phase, in der Continental seine Geschäftsbereiche neu ordnet und ContiTech verselbstständigt.“ Florian Wagner, Hays  

Wilfried von Rath – der Berater 

Wilfried von Rath, CHRO von Thyssenkrupp. Foto: Thyssenkrupp Steel

Wilfried von Rath ist seit April 2025 Chief Human Resources Officer (CHRO) und Mitglied des Vorstands bei Thyssenkrupp. Darüber hinaus wurde er im November 2025 zum Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied von Thyssenkrupp Steel ernannt.

Zuvor war von Rath als Managing Partner bei Lynius, einer Unternehmensberatung aus München, tätig. Wie Kambeck wagt auch von Rath den Schritt aus der Beraterschaft in die Unternehmenswelt – auch er beweist Mut. Und wie Kambeck bringt er eine Menge Erfahrung mit. 

Die Einschätzung unserer Expertinnen und Experten

„Mit Wilfried von Rath erhält die thyssenkrupp AG einen international versierten und Großkonzern-erfahrenen CHRO, der vor allem in Transformations- und Neuausrichtungsszenarien zu Hause ist und war. Der studierte Arbeits- und Organisationspsychologe übernimmt eine Aufgabe in einem Umfeld, die eine ruhige Hand und viele richtige Entscheidungen von Tag eins an erfordern. Er folgt mit Oliver Burkhard auf einen Personalvorstand, dem es über viele Jahre hinweg gelang Stabilität und Ruhe in diesem dynamischen Unternehmen auszustrahlen.“ Benjamin Renk, Mercuri Urval 

„In einem der wohl kritischsten deutschen Industriestandorte wird von Rath zusätzlich zur Rolle des CHRO „Arbeitsdirektor/Laborleiter“ im Vorstand. Gerade in Industrieumfeldern mit hohem Veränderungsdruck und Fachkräfteproblematik setzt diese Besetzung ein starkes Zeichen. Die Personalabteilung wird zur zentralen Gestaltungsfunktion in einer Branche im Wandel.“ Michael Baier, Michael Page Deutschland 

„Wilfried von Rath hat in stürmischen Zeiten einen der anspruchsvollsten HR-Jobs in Deutschland übernommen, bei dem sich in den kommenden Jahren entscheidet, ob eine der deutschen Industrie-Ikonen eine Zukunft hat. Als Personalmann gestaltet von Rath die zeitgleiche Sanierung, Restrukturierung und Transformation des Konzerns mit und ist bei den notwendigen harten Entscheidungen mitverantwortlich, die Mitarbeiterschaft nicht zu verlieren. Ein Vorteil bei seiner komplexen Aufgabe: von Rath ist mit dem Ruhrgebiet verbunden, er spricht die Sprache der Region. Geboren in Mühlheim absolvierte er sein Psychologie- und Organisationsstudium an der Universität Bochum.“ Nicolas von Rosty, Heidrick & Struggles 

„Herr Wilfried von Rath, geboren 1964, ist seit April 2025 Personalvorstand (CHRO) und Arbeitsdirektor bei der thyssenkrupp AG. Zuletzt war er Geschäftsführender Gesellschafter bei der Beratungsgesellschaft Lynius. Für Volkswagen PKW in Wolfsburg war er mehr als zehn Jahre Personalvorstand und bei MAN Energy Solutions in Augsburg als Personalvorstand und Arbeitsdirektor tätig. Rath hat an der Ruhr-Universität Bochum studiert und ist Diplom-Psychologe.“ Michael Kestler, Board Xperts.

Diese Personalwechsel wurden von unseren Expertinnen und Experten auch gewählt

Auffällig: Vor allem Frauen wurden in der diesjährigen Sesselwechselwahl von den Expertinnen und Experten gewählt. Unter knapp über 20 unterschiedlichen genannten Personalien befinden sich insgesamt 15 Frauen, unter den sechs in den Top-3 Platzierten ist mit Wilfried von Rath sogar nur ein Mann. Das zeigt: HR ist auch an der Spitze weiterhin ein Feld für Frauen. 

Unsere Expertinnen und Experten

Info

Justin Geschwill war Volontär der Personalwirtschaft.

Catrin Behlau koordiniert die Magazinproduktion der Personalwirtschaft organisatorisch und thematisch. Sie leitet gemeinsam mit Rebecca Scheibel die Redaktionen der HR-Medien von F.A.Z. Business Media. Ihre thematischen Schwerpunkte liegen im Berufsbild HR.