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Bis März 2022: Aufstockung des Kurzarbeitergeldes wird verlängert

Mann stapelt Geldmünzen auf Baustein Kurzarbeit
Noch bis Ende März 2022 können Kurzarbeiter von einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes profitieren. Foto: © MQ-Illustrations-stock.adobe.com

Nach einem Beschluss des Bundestags wird die Regelung zur stufenweisen Erhöhung des Kurzarbeitergeldes über das Jahresende hinaus bis zum 31. März 2022 verlängert. Demnach erhöht sich das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent der Nettoentgelt-Differenz für kinderlose Arbeitnehmer und auf 77 Prozent der Nettoentgelt-Differenz für Beschäftigte mit Kindern. Ab dem siebten Bezugsmonat wird das Kurzarbeitergeld nochmals auf 80 beziehungsweise 87 Prozent der Nettoentgelt-Differenz aufgestockt.

Voraussetzung für den Bezug des erhöhten Leistungssatzes ist, dass der
Arbeitsausfall ab dem vierten Bezugsmonat mindestens 50 Prozent beträgt.
Zu beachten ist: Bis zum dritten Bezugsmonat wird das Kurzarbeitergeld weiterhin in Höhe von 60 beziehungsweise 67 Prozent der Nettoentgelt-Differenz gezahlt.

Ab dem 1. Januar 2022 können mehr Arbeitnehmer von dem erhöhten Kurzarbeitergeld profitieren: Der Anspruch auf Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für den Zeitraum
Januar bis März 2022 wird auf Beschäftigte ausgeweitet, die seit April
2021 erstmals in Kurzarbeit gegangen sind. Bislang galten die erhöhten Leistungssätze nur für solche Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden war.

Ebenfalls bis zum Ende März 2022 verlängert wird die Regelung, wonach ein während der Kurzarbeit neu aufgenommener Minijob nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Und auch die Regelungen zum erleichterten Bezug von Kurzarbeitergeld gelten vorerst weiter.

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.