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Erwartungen der Mitarbeiter verändern sich

Von überall auf der Welt arbeiten können - dass das bald möglich sein wird, denken viele Berufstätige; Bild: © inueng/Fotolia.de
Von überall auf der Welt arbeiten können – dass das bald möglich sein wird, denken viele Berufstätige; Bild: © inueng/Fotolia.de

Parallel zum technischen Wandel hat sich auch die Arbeitsethik der Menschen verändert. Vor allem jüngere Berufstätige suchen neben einer lukrativen Vergütung auch nach einer sinnstiftenden Arbeit, um zufrieden sein zu können. 89 Prozent der Arbeitnehmer weltweit möchten einer Tätigkeit nachgehen, die sie persönlich interessiert oder die sich gesellschaftlich auswirkt. Gleichzeitig zeigen die Berufstätigen eine hohe Bereitschaft, die Qualität ihrer Leistungen durch fortwährendes Lernen stetig zu verbessern. Dabei ist ihnen auch ein gewisses Maß an Beständigkeit am Arbeitsplatz ein wichtiges Anliegen. Das sind Ergebnisse der neuen Studie “Die Entwicklung der Arbeitswelt”, für die das ADP Research Institute 2.000 Arbeitgeber und Arbeitnehmer in 13 Ländern befragt hat.

Vernetzung macht optimistisch hinsichtlich der Jobchancen

Die Definition von Arbeitsplatzsicherheit hat der Studie zufolge ebenfalls eine Wendung erfahren. Sicherheit wird mehrheitlich nicht mehr über die Beschäftigungsdauer, sondern über Inhalte und Chancen definiert. So sind die Befragten nahezu einhellig der Meinung, über ihr berufliches Netzwerk immer einen Job finden zu können, in dem genau ihre Fähigkeiten gebraucht werden. 92 Prozent glauben darüber hinaus, dass Technologie engere persönliche Kontakte über Zeit und Raum hinweg ermöglicht. Andererseits sind sich die Beschäftigten dessen bewusst, dass die moderne Definition von Arbeitsplatzsicherheit von ihnen auch verlangt, sich an verschiedene Rollen anzupassen. Auch glauben fast sechs von zehn Befragten (58 Prozent), dass ein festes Renteneintrittsalter allmählich verschwindet.

Flexibel und global mobil

Die Befragung zeigt auch, dass sich die meisten Arbeitnehmer ein hohes Maß an Flexibilität, Unabhängigkeit und eigenem Gestaltungsspielraum bei ihrer Arbeit wünschen. 82 Prozent hoffen, ihre Arbeitszeit selbst einteilen zu können. Fast alle Befragten (95 Prozent) glauben, dass sie ihre Arbeit in naher Zukunft von überall auf der Welt aus erledigen können. Diese Überzeugung stellt laut Studie eine große Herausforderung für das Personalwesen dar, da gerade global tätige Teams in besonderer Weise Zusammenhalt benötigen, um optimal zu funktionieren. Personaler, so ADP, haben deshalb die Aufgabe, die globale Verbundenheit zu stärken.

Angst, durch Digitalisierung ersetzt zu werden

Während die Befragten die meisten Arbeitsplatztrends eher positiv auffassen, bestehen dennoch Ängste. So befürchtet fast jeder Zweite (45 Prozent), dass Automatisierung, intelligente Maschinen und künstliche Intelligenz den Menschen bei monotonen Arbeiten zunehmend ersetzen werden. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterschiede: Während im asiatisch-pazifischen Raum, der eine vergleichsweise junge Durchschnittsbevölkerung aufweist, 81 Prozent der Befragten die Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld befürworten, stimmen dem nur 59 Prozent der Europäer zu.

Möchte ein Unternehmen im globalen Wettbewerb bestehen, so muss es den Menschen und die Technologie in bester Weise miteinander verbinden,

kommentiert Dermot O’Brien, Chief Human Resources Officer bei ADP, die Befragungsergebnisse. Die Aufgabe von HR laute, die Mitarbeiter in ihren Wünschen nach sinnvoller Arbeit, einem Plus an Flexibilität und kontinuierlicher Weiterbildung zu unterstützen und diese Bedürfnisse mit den Interessen und Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen.

Die gesamte Studie “Die Entwicklung der Arbeitswelt” steht > hier zum Download zur Verfügung.