So zu arbeiten, dass sich berufliche und private Belange gut vereinbaren lassen, dieser Wunsch ist weit verbreitet. Wie Arbeitgeber das beurteilen, zeigt sich in der Debatte über die verpflichtende Arbeitszeiterfassung. Jeder möge seinen Job nach Gusto organisieren, befinden Unternehmen und Verbände einträchtig. Deutschland benötige Freiräume für flexible Arbeit – auch abends, nachts, am Wochenende; gerade Eltern komme das entgegen. Eine Aufzeichnungspflicht, so Bitkom-Präsident Achim Berg, „hilft niemandem und nervt alle“.
Die Empörung auf Arbeitgeberseite zielt offenbar ins Leere – nicht nur, weil sie das oft „praxisfremd“ gescholtene Ruhegebot ignoriert. Offenbar lehnt es ein Gros der Beschäftigten ab, nach 18 Uhr zu arbeiten. Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung begrüßen lediglich 3,4 Prozent der repräsentativ befragten 2.300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Vollzeitjobs einen späteren Feierabend.
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