Hohe Fehlzeiten: Studie veröffentlicht heiklen Befund

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Ist Deutschland ein Land der Kranken oder der Blaumacher? Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich geraumer Zeit eine hitzige Debatte. Doch wie sieht es tatsächlich aus? Damit beschäftigt sich eine neue Untersuchung des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) der Hochschule Ludwigshafen. Für die Studie „Umgang mit und Entwicklung von Fehlzeiten in Unternehmen“ von Prof. Dr. Jutta Rump und Anna-Maria Ogermann wurden rund eintausend Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Mitglieder von Unternehmensleitungen zu ihren Einschätzungen befragt. Klar ist, so resümieren die Studienautorinnen: Der Umgang mit gesundheitlichen Beschwerden hat sich verändert, die Normen rund um Abwesenheit haben sich verschoben.

Der tatsächliche Krankenstand in Deutschland bewegt sich seit Jahren auf einem erhöhten Niveau – wobei der dramatische Anstieg im Jahr 2022 größtenteils auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zurückzuführen ist. Laut AOK-Fehlzeitenreport 2025 lagen die durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitstage jeder versicherten Person im Jahr 2024 bei 23,6 Tagen. Auch aktuelle Auswertungen von DAK und des Instituts für Gesundheitsforschung IGES für 2025 bestätigen, dass sich dieses Niveau kaum verändert hat. Es ist nicht gestiegen, aber auch nicht wirklich gesunken.

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