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Mitarbeitende häufiger krank als im Vorjahr

Mitarbeitende haben sich im ersten Halbjahr 2022 häufiger krankgemeldet als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren ein Anstieg an Atemwegserkrankungen und mehr Fehltage aufgrund einer Corona-Infektion. Wie aus einer Analyse der Krankenversicherung DAK hervorgeht, die Daten von 2,3 Millionen Versicherten beinhaltet, stieg deshalb der Krankenstand von durchschnittlich 0,7 Prozent im ersten Halbjahr 2021 auf 4,4 Prozent an. Im Durchschnitt war eine Person im vergangenen Halbjahr knapp 8 Tage krank.

Der größte Auslöser für Fehltage waren – wie auch im Vorjahr – Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Arthrose und Wirbelsäulenbeeinträchtigungen. Fast jeder fünfte Fehltag wurde damit begründet. Danach kamen Atemwegserkrankungen – beispielsweise Husten, Schnupfen, Bronchitis und grippale Infektionen – die der Grund für jeden sechsten Fehltag waren. Damit litten wieder mehr Beschäftigte an einer Atemwegserkrankung als in der bisherigen Zeit der Corona-Pandemie. An dritter Stelle stehen psychische Erkrankungen. Krankheitstage, die im Bezug zur mentalen Gesundheit stehen, haben im Vergleich zur ersten Jahreshälfte von 2021 leicht abgenommen.

Omikron hat einige Krankheitstage verursacht

Dafür ist die Zahl der Krankmeldungen aufgrund von Corona gestiegen. „Die Omikron-Variante hat so viele Krankheitstage wie keine andere Variante des Corona-Virus’ verursacht“, heißt es im DAK-Bericht. In diesem Jahr kamen in den ersten sechs Monaten auf 100 Versicherte knapp sechs Krankschreibungen mit Corona-Bezug, die meisten davon im März. Besonders junge Mitarbeiterinnen mussten sich wegen einer Infektion mit dem Virus krankschreiben lassen.

Wie häufig jemand die Arbeit aufgrund von Krankheit niederlegte, hängt auch teilweise mit der Branche zusammen. Besonders häufig haben sich Angestellte in nicht-medizinischen Gesundheitsberufen – etwa in der Altenpflege – krankschreiben lassen. An jedem Tag des ersten Halbjahrs 2022 konnten 57 von 1.000 Mitarbeitenden nicht ihrer Tätigkeit nachgehen. Auch in medizinischen Gesundheitsberufen, wie dem Fachpersonal in Arztpraxen, waren viele Beschäftigte krank. Am wenigsten haben sich Menschen im Rechnungswesen und der Unternehmensführung krankgemeldet.  

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.