Wenn das kein Fingerzeig ist. Jeffrey Andrews, Anwalt im texanischen Houston, widmet ein Drittel seiner Arbeitszeit dem Thema Resourcing. Seine Mandanten wollen also ihre Dienstleistungspartner, die ausgelagerte Prozesse betreuen, austauschen. Hier ist das Vertrauensverhältnis nach einem Führungswechsel zerrüttet, dort werden ständig zuvor definierte Reaktionszeiten verfehlt. Dass der Anwalt aktiv werden muss, ist Indiz, dass es in der Partnerschaft vorn und hinten nicht stimmt. Einvernehmliche Lösungen sind in weite Ferne gerückt.
Solchen Begleiterscheinungen zum Trotz boomt das Geschäft mit Outsourcing. Ob es sich um klassische IT-Aufgaben handelt, wie etwa den Rechenzentrumsbetrieb und die Softwareentwicklung, oder um zentrale HR-Belange: Geschäftskritische Prozesse auszulagern ist eine Erfolgsgeschichte. Statista zufolge nahm das globale Marktvolumen zwischen 2016 und 2023 von gut 600 Milliarden auf rund 970 Milliarden Dollar zu. Und die Aussichten sind gut: Fürs Business Process Outsourcing (BPO), also das Auslagern kompletter Geschäftsprozesse wie der Lohn- und Gehaltsabrechung (Payroll) oder des Recruitings, erwartet Statista bis zum Jahr 2027 einen jährlichen Zuwachs von gut sechs Prozent.
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