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Inflationsausgleich von 3.000 Euro soll zukünftig steuerfrei sein

Die Bundesregierung möchte Sonderzahlungen, die Beschäftigten aufgrund der Inflation von ihrem Arbeitgeber gezahlt werden, zukünftig bis zu einem höheren Betrag steuerfrei möglich machen. Das ist eine der Maßnahmen aus dem dritten Entlastungspaket der Bundesregierung, das Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigt hat. „Wenn Arbeitgeber ihren Beschäftigten wegen der gegenwärtigen Entwicklung zusätzlich zu den normalen Einkommen eine Zahlung leisten, um mit der Inflation und den gestiegenen Preisen umgehen zu können, dann soll sie bis zur Summe von 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei sein“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Der Inflationsbonus ähnelt der Corona-Prämie, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden von Anfang März 2020 bis Ende März dieses Jahres bis zu einer Höhe von 1.500 Euro steuerfrei zahlen durften. Das war allerdings nur die Hälfte des Betrags, den der jetzige Inflationsausgleich nicht überschreiten darf.

Mehr Geld in die Hand nimmt deshalb auch der Staat. Mit dieser und weiterer Regelungen aus dem Entlastungspaket möchte die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft mit einem Geldvolumen von mehr als 65 Milliarden Euro unterstützen. Die finanzielle Unterstützung ist deutlich höher als mit den ersten beiden Entlastungspaketen: Die ersten beiden Pakete dieser Art hatten zusammengerechnet einen Umfang von 30 Milliarden Euro. Das Entlastungspaket ist ein Beschluss des Koalitionsausschusses. Bevor die angekündigten Maßnahmen in Kraft treten, werden sie ins Kabinett getragen und müssen den Bundestag sowie den Bundesrat passieren.

Stefanie Jansen ist Volontärin in der Redaktion der Personalwirtschaft. Dort betreut sie unter anderem die Newsletter und schreibt Artikel zu verschiedenen Themen.