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Arbeiten im Homeoffice: Diese sechs Mitarbeiter-Typen gibt es

Homeoffice-Typen
Verschiedene Typen: Nicht bei jedem Mitarbeiter und bei jeder Mitarbeiterin sind die Voraussetzungen zu Hause die gleichen – und auch die Einstellungen unterscheiden sich. (Illustration: Sensvector – stock.adobe.com)

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter erlebt das Homeoffice anders. Doch es gibt verschiedene Grundtypen, was die Einstellung zur und den Umgang mit der Arbeit im Homeoffice betrifft. Insgesamt sechs “Homeoffice Typen” haben das Telefonstudio Rialton mit dem Marktforschungsinstitut IFAK und dem Mitarbeiterbefragungsunternehmen Priotas in einer Studie identifiziert. Ausschlaggebend für die einzelnen Typen sind laut Studie die Faktoren Struktur, Ruhe, persönlicher Kontakt mit den Kollegen, Verhalten der Führungskraft sowie die Ausstattung im Homeoffice.

Die sechs Typen:

1. Die Homeoffice-Ablehner

Unter den befragten Beschäftigten ist etwa jeder und jede Fünfte generell unzufrieden mit der Arbeit im Homeoffice und bewertet alle Aspekte schlechter als im Büro.  Die Gruppe der Ablehner ist tendenziell eher männlich und – etwas überraschend – eher jung. Der größte Teil dieser Gruppe kann sich maximal zwei Tage Homeoffice pro Woche vorstellen, ein Fünftel würde am liebsten ganz darauf verzichten.

2. Die zufriedenen Homeoffice-Individualisten

Eigentlich ist  das Homeoffice schon gut, nur die Kommunikation und Teambindung fehlen: So könnte man die Einstellung von etwa einem Zehntel der Befragten beschreiben. Unter den Arbeitnehmern, die in der Studie als “zufriedene Homeoffice-Individualisten” beschrieben werden, sind etwas häufiger Frauen und etwas ältere Personen vertreten. Vor allem bemängeln sie die Zusammenarbeit mit der Führungskraft sowie den Informationsfluss und können sich in der Zukunft vorstellen, im Schnitt rund jeden zweiten Tag im Homeoffice zu arbeiten.

3. Die Homeoffice-Fans

Als Homeoffice-Fans lassen sich etwa 30 Prozent der Befragten beschreiben. Sie sind meist etwas älter und leben tendenziell in Zweipersonenhaushalten. Sie bewerten so ziemlich alles im Homeoffice besser als im Büro und würden zum Teil am liebsten gar nicht mehr dorthin zurückkehren.

4. Die familiär Beanspruchten

Wenig überraschend ist es vor allem ein Teil der Unter-40-Jährigen, der zur Gruppe der familiär Beanspruchten gezählt werden kann, die rund 15 Prozent aller Befragten umfasst. Sie werden von Familienmitgliedern abgelenkt und können selten in Ruhe arbeiten. Trotz Familienbindung fühlen sie sich im Homeoffice einsam und würden im Schnitt am liebsten ein bis zwei Tage von zu Hause arbeiten.

5. Die Ausstattungslosen

Die fünfte Gruppe hat ein anderes Problem: Etwa ein Zehntel der Befragten hat zu Hause keinen richtigen Arbeitsort, auch die entsprechenden Arbeitsmittel fehlen. Das schmälert nicht nur die Effektivität der eigenen Arbeit, sondern auch den Spaß daran. Überdurchschnittlich vertreten in dieser Gruppe sind laut der Studie junge alleinlebende Menschen.

6. Die Teamvermisser

Ebenfalls meist alleine lebt circa ein  Sechstel der Befragten, das zur Gruppe der Teamvermisser gehört. Sie haben zwar technisch die nötigte Ausstattung, ihnen fehlt aber das Soziale und der persönliche Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen. Auch sie würden am liebsten in Zukunft maximal zwei Tage die Woche von Zuhause arbeiten.

Für die Studie wurden insgesamt 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 18 Jahren befragt, die mindestens einen Tag in der Woche im Homeoffice gearbeitet haben.

Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.