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Gesundheitsmanagement in Pflegeberufen: UKE erhält Förderung

Junge Pflegerin hält sich die Hand an den Kopf, müde oder mit Kopfschmerzen
Mitarbeiter in Pflegeberufen sind oft physisch und psychisch überlastet.
Foto: © stokkete/StockAdobe

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird für sein Gesundheitsmanagement finanziell gefördert: Die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt beispielhafte Projekte der Klinik mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Damit soll der Pflegeberuf attraktiver gemacht werden.

Das > UKE wurde bereits mehrfach für seine moderne Arbeitszeitgestaltung, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sein Gesundheits- management ausgezeichnet. Nun fördert die > TK die Initiative “Gesundheitsmanagement UKE – Projekte UKE INside HR” und unterstützt das UKE dabei, die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften zu verbessern. Mit der finanziellen Förderung könne das Klinikum weitere innovative Ansätze zur Optimierung der Arbeitsbedingungen verfolgen, die über das Unternehmen hinaus auch anderen Arbeitgebern und Pflegenden in Deutschland zugutekommen sollen, sagte Michael van Loo, Leiter des Geschäftsbereichs Personal des UKE.

Projekte des Klinikums sollen Arbeitsbedingungen von Pflegekräften verbessern

Zu den von der TK geförderten Projekten des Klinikums gehört ein Diagnose-Tool, das Belastungen und Herausforderungen von Pflegekräften identifiziert und Maßnahmen zu deren Entlastung einleitet. Außerdem werden sogenannte Peers geschult, die ihre Kollegen in psychisch belastenden Situationen im stationären Alltag betreuen und unterstützen sollen. Die Verantwortlichen der UKE-Akademie für Bildung und Karriere haben sich das Ziel gesetzt, die Ausbildung von Pflegenden attraktiver zu gestalten, die Gesundheitskompetenz der Auszubildenden zu stärken und sie gut auf Heraus- forderungen des Pflegeberufs vorzubereiten. Auch soll ein Konzept erarbeitet und evaluiert werden, das die Arbeitsbedingungen im Schichtdienst grundlegend verändern soll, unter anderem durch die Weiterentwicklung des bestehenden Pflegepools und die Etablierung zeitgemäßer Dienstzeiten – im Sinne der Mitarbeiter und der Patienten. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Projekte wird geprüft, ob die Ergebnisse auf andere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder auch auf branchenferne Berufe im Schichtdienst übertragen werden können.

Pflegepersonal deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen

Im letzten Jahr blieben Pflegekräfte in Hamburg mit durchschnittlich 22 Fehltagen sieben Tage häufiger der Arbeit fern als der Durchschnitt der Beschäftigten in der Hansestadt. Die Ursache waren vor allem psychische und körperliche Belastungen, wie eine Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports 2019 zeigt. Daher stelle die Techniker Krankenkasse gemeinsam mi dem UKE die Pflegekräfte in den Mittelpunkt, sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.